Innsbruck

Rekrut schoss Kameraden ins Bein: Geringe Geldstrafe

(Symbolfoto)
© thomas boehm

Jener ehemalige Rekrut, der im Jänner beim Entladen seiner Waffe einem Kameraden ins Bein geschossen hatte, wurde heute zu einer Geldstrafe von 630 Euro verurteilt.

Innsbruck – Im Jänner löste sich bei einem Streifengang der Wache in der Tiefgarage der Innsbrucker Konradkaserne ein Schuss. Der Wachkommandant brach darauf zusammen: Die Kugel aus dem Sturmgewehr seines Kameraden hatte ihn am Bein getroffen.

Mittwochvormittag wurde am Innsbrucker Bezirksgericht ein medizinisches Gutachten zu den Verletzungen des Getroffenen vorgetragen. Das Gutachten attestierte leichte Verletzungen mit Schmerzperioden und Beeinträchtigungen unter 24 Tagen. Der Bezirksanwalt bezeichnete den Heeresunfall als „Verkettung gefährlicher Umstände“. So sei das Gewehr gegen die Vorschriften geladen und dann auf Geheiß des Wachkommandants in der Tiefgarage ohne entsprechende Entladestation und in unmittelbarer Nähe des Angeschossenen entladen worden.

Verteidigerin Eva Kathrein wies jedoch darauf hin, dass der junge Angeklagte in dieser Konstellation einen unteren Rang inne hatte und selbst nur auf Geheis handelte. Zudem sei er von Anfang an geständig und reumütig gewesen.

Der einstige Rekrut kam deshalb mit einer geringen Geldstrafe von 630 Euro davon - aufgrund einer Vorverurteilung jedoch unbedingt. Zudem erging aus einem früheren Vorfall - eine Rauferei - der Widerruf einer bedingten Geldstrafe von 105 Euro. Der Bursche nahm die Strafe an. Der Bezirksanwalt gab keine Erklärung zur Bestrafung ab. Das Urteil ist vorerst nicht rechtskräftig. (fell)

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