SMA zurück auf Wachstumskurs - Aktie auf Höhenflug

Niestetal (APA/Reuters) - Der Solartechnikkonzern SMA hat dank einer Rosskur und florierender Auslandsgeschäfte die Ertragswende schneller g...

Niestetal (APA/Reuters) - Der Solartechnikkonzern SMA hat dank einer Rosskur und florierender Auslandsgeschäfte die Ertragswende schneller geschafft als erwartet. „Die Märkte haben sich positiver entwickelt als wir Anfang des Jahres gesehen haben“, sagte Firmenchef Pierre-Pascal Urbon am Donnerstag der Nachrichtenagentur Reuters. Vor allem in Nordamerika könne SMA bei Großprojekten punkten. „Das ist ein riesiger Markt.“

Ein Ende des Booms sei nicht in Sicht. SMA sei „hervorragend positioniert“, um vom 2016 erwarteten Anstieg der Nachfrage weltweit zu profitieren. „Wir sprechen mit unseren Kunden auch schon über Projekte für 2017.“

Trotz flüssiger Mittel von rund 250 Mio. Euro sieht der Manager aber die Zeit für eine Ausschüttung noch nicht gekommen. „Es ist eher unwahrscheinlich, dass wir für 2015 schon wieder eine Dividende zahlen.“ Zuletzt hatte SMA für 2012 den Aktionären 0,60 Euro je Aktie gezahlt.

Der wegen des Preisdrucks und der schwachen Geschäfte in Deutschland ins Wanken geratene Branchenriese hatte zum Jahresbeginn ein Sparprogramm mit massiven Stellenstreichungen auf den Weg gebracht. Derzeit beschäftigt der Wechselrichter- Produzent 3600 Mitarbeiter, 1500 weniger als vor einem Jahr. Wechselrichter sind das Herzstück einer Solaranlage und wandeln den erzeugten Gleichstrom in Wechselstrom um, der ins Netz eingespeist werden kann.

In den ersten neun Monaten legten die Erlöse um 27 Prozent auf 699,2 Mio. Euro zu. Der Auslandsanteil stieg deutlich auf 86,7 (Vorjahr: 75,9) Prozent. Als bedeutendste Märkte nannte Urbon Nordamerika, Japan, Großbritannien und Australien. Das operative Ergebnis (Ebit) verbesserte sich auf 3,4 Mio. Euro nach einem Verlust von 72,7 Mio. vor Jahresfrist. SMA verkaufte Solar-Wechselrichter mit einer Leistung von fünf (3,3) Gigawatt (GW). Das sei fast so viel, wie im gesamten vergangenen Jahr, betonte Urbon.

Für 2015 hob Urbon erneut seine Ziele an. Er erwartet nun einen Umsatz von 925 bis 975 (805,4) Mio. Euro statt wie zuletzt 850 bis 900 Mio. Beim Ebit peilt er zehn bis 30 Mio. Euro an; zuvor waren es maximal zehn Millionen Euro. Im Vorjahr verbuchte SMA noch einen Verlust von 165 Mio. Bei den Anlegern kamen die Nachrichten gut an. Die Aktie schnellte im TecDax zeitweise um gut 15 Prozent hoch.

~ ISIN DE000A0DJ6J9 WEB http://www.sma.de ~ APA140 2015-11-12/09:56