Europas Leitbörsen im Frühhandel uneinheitlich

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~ --------------------------------------------------------------------- KORREKTUR-HINWEIS In APA142 vom 12.11.2015 muss es im vierten Absatz im fünften Satz richtig heißen: Die Aktien fielen um 4,90 Prozent. (nicht: Die Aktien stiegen um 4,90 Prozent.) --------------------------------------------------------------------- ~ Frankfurt am Main (APA) - An den europäischen Leitbörsen gab es am Donnerstag im Frühhandel keine einheitliche Richtung zu beobachten. Der Euro-Stoxx-50 stand gegen 09.50 Uhr mit plus 0,21 Prozent oder 7,18 Punkte bei 3.455,60 Einheiten. Der DAX in Frankfurt gewann 0,33 Prozent oder 35,52 Zähler auf 10.943,39 Punkte. In London zeigte sich dagegen der FTSE-100 mit minus 0,04 Prozent oder 2,54 auf 6.294,66 Punkte.

Wichtige Impulse blieben am Donnerstag vorerst noch Mangelware. Für neue Inspiration brauche es nun nachhaltige Ereignisse, kommentierte der Analyst Christian Schmidt von der Landesbank Helaba. Ob und von welcher Seite diese kommen könnten, bleibe aber abzuwarten. Datenseitig könnten die Zahlen zur Industrieproduktion in der Eurozone am Vormittag sowie die wöchentlichen Arbeitsmarktdaten aus den USA für Aufmerksamkeit sorgen.

Inzwischen richteten die Anleger ihren Blick hauptsächlich auf neue Quartalsberichte von Unternehmen. Siemens-Aktien zogen mit plus 2,83 Prozent an die Spitze des Euro-Stoxx-50. Trotz hohem Auftragseingang und steigenden Umsätzen hat der Konzern im vierten Quartal unter anderem wegen Abschreibungen einen Gewinneinbruch verbucht. Dennoch überraschte einem Börsianer zufolge Siemens im abgelaufenen Quartal positiv. Der Ausblick auf das neue Geschäftsjahr sei allerdings etwas schlechter als gedacht.

Auch RWE bleibt auf Talfahrt. In den ersten neun Monaten 2015 sackte der betriebliche Gewinn des Energiekonzerns um knapp neun Prozent auf 2,6 Mrd. Euro ab. Unterm Strich stand allerdings ein kräftiger Gewinnanstieg von 95 Prozent auf knapp zwei Mrd. Euro. Ein Händler sah die Neunmonatszahlen teilweise leicht über den Erwartungen. Die Aktien fielen um 4,90 Prozent.

Indessen zogen Merck KGaA um 2,81 Prozent an. Nach einem deutlichen Umsatz- und Ergebnisanstieg im dritten Quartal hat der Pharma- und Chemiekonzern seine Jahresziele angehoben. Laut Analysten wurden mit den soliden Resultaten die Markterwartungen übertroffen.

Am Ende des Euro-Stoxxx-50 sanken UniCredit um 2,96 Prozent. Am Vortag schlossen die Papiere noch im Plus. Die Bank hatte am Mittwochnachmittag ein massives Sparprogramm angekündigt. Bis 2018 will das Institut rund 18.200 Stellen abbauen. Besonders stark ist von den geplanten Umbaumaßnahmen die österreichische Tochter Bank Austria betroffen. Mit dem harten Kurs will Bank-Chef Federico Ghizzoni den Gewinn bis 2018 auf 5,3 Milliarden Euro bringen.

Bei dem vor der Übernahme stehenden Brauereikonzern SABMiller hat der starke US-Dollar die Zuwächse komplett aufgefressen. Trotz eines höheren Absatzes vor allem in Lateinamerika und Afrika schrumpften in der ersten Hälfte des Geschäftsjahres Umsatz und Ergebnisse. Die Erlöse gingen von April bis Ende September um zwölf Prozent auf knapp zehn Milliarden Dollar zurück. Werden die Wechselkurseffekte herausgerechnet, dann hätte SABMiller fünf Prozent mehr umgesetzt. Die Papiere starteten in London um moderate 0,16 Prozent höher.

~ ISIN EU0009658145 ~ APA152 2015-11-12/10:09