Arbeitsmarkt

Digitaler Wandel in der Industrie bereitet Arbeitern Sorgen

Produktion im Magna Steyr Werk in Graz (Symbolfoto)
© APA/MARKUS LEODOLTER

Jeder Vierte hegt Zweifel an seiner Qualifikation. Beschäftigte in anderen Berufen sind deutlich zuversichtlicher.

Wien – Der Wandel in der Industrie treibt den Arbeitern Sorgenfalten auf die Stirn. Nur 28 Prozent der Fabrikarbeiter geben an, mit ihrer jetzigen Qualifikation auch in fünf Jahren ihren Job sehr gut ausüben zu können. Das geht aus dem Arbeitsklimaindex der Arbeiterkammer Oberösterreich hervor, der am Donnerstag in Wien präsentiert wird. Ein Viertel hegt demnach Zweifel an der eigenen Qualifikation.

Beschäftigte in anderen Berufen sind laut der von Ifes und Sora durchgeführten Umfrage deutlich zuversichtlicher. 42 Prozent fühlen sich auch in fünf Jahren noch sehr gut qualifiziert, nur 17 Prozent zweifeln.

Laut der Erhebung ist die klassische Fabriksarbeit von Männern über 40 Jahren mit Pflichtschul- oder Lehrabschluss dominiert. Es gibt zudem einen hohen Anteil an Migranten. Der AK zufolge schätzen Fabriksarbeiter ihre Karriereaussichten sowie die subjektiven Arbeitsmarktchancen deutlich schlechter ein. Nicht einmal jeder Dritte glaubt, „leicht“ wieder eine neue Stelle zu finden.

Schrumpfende Berufsgruppe

Die Industrie, ein wichtiges Berufsfeld, befindet sich in einem starken Wandel. Vor 20 Jahren zählten noch 39 Prozent aller unselbstständig Beschäftigten zur Arbeiterschaft. Mittlerweile sind es nur mehr 29 Prozent - davon sind 12 Prozent als Fabrikarbeiter/-innen tätig. Drei Viertel davon sind Männer.

Die Industrie steht vor einem einschneidenden technologischen Wandel. Mit dem Schlagwort „Industrie 4.0“ wird eine vierte industrielle Revolution gemeint. Nach Dampfmaschine, Fließband und Computer sollen nun schlaue, miteinander vernetzte Maschinen die Fertigungsprozesse von Grund auf verändern. (APA)

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