Flüchtlinge - Schwedische Grenzkontrollen könnten länger bleiben

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~ --------------------------------------------------------------------- KORREKTUR-HINWEIS In APA166 vom 12.11.2015 muss es im zweiten Satz des ersten Absatzes richtig heißen: Löfven bestätigte am Donnerstag vor schwedischen Journalisten in der maltesischen Hauptstadt Valletta (nicht: auf einer Pressekonferenz in Stockholm). --------------------------------------------------------------------- ~ Stockholm/Valletta (APA) - Die vorübergehend eingeführten Grenzkontrollen zwischen Dänemark und Schweden könnten länger andauern, als die vorerst verfügten zehn Tage. Der schwedische Regierungschef Stefan Löfven bestätigte am Donnerstag vor schwedischen Journalisten in der maltesischen Hauptstadt Valletta entsprechende Äußerungen des Chefs der Einwanderungsbehörde, Anders Danielsson, im Schwedischen Fernsehen.

Danielsson sagte, er gehe davon aus, dass die Kontrollen länger dauern würden, die Maßnahme habe sonst keinen Sinn. Wenn sie effektiv sein sollten, müssten die Kontrollen über einen viel längeren Zeitraum hinweg durchgeführt werden, so Danielsson in dem TV-Interview. Die geltenden Schengen-Regeln erlauben die Aussetzung der freien Grenzen aus besonderen Anlässen für bis zu 30 Tage.

Zunächst war unklar, wie die Grenzkontrollen vorgenommen werden. Am Donnerstag war von stichprobenartigen Personenkontrollen die Rede. Zwischen dem südschwedischen Malmö und der dänischen Hauptstadt herrscht ein intensiver täglicher Pendlerverkehr. Viele Pendler befürchten Behinderungen, berichteten schwedische Medien am Donnerstag

Sowohl Danielsson als auch Löfven betonten indes, es gehe nicht darum, die Anzahl der aufzunehmenden Flüchtlinge zu begrenzen, sondern die derzeit durch die hohe Anzahl von neu ankommenden Menschen unübersichtliche Situation in Schweden in kontrollierte Bahnen zu lenken. In Stockholm befürchtet man eine Verschärfung des Gesellschaftsklimas.

In den vergangenen fünf Wochen wurden in Schweden rund ein Dutzend bisher unaufgeklärter Brandanschläge auf geplante Flüchtlingsunterkünfte verübt. Die einwanderungsfeindlichen Schwedendemokraten genießen Umfragen zufolge derzeit Rekordwerte in der Popularität unter der schwedischen Bevölkerung.