Haftbefehle gegen Jihadisten - Ermittlungen in Südtirol

Rom (APA) - Die italienischen Carabinieri haben 17 Haftbefehle gegen mutmaßliche fundamentalistische Terroristen erlassen. Dabei handelt es ...

Rom (APA) - Die italienischen Carabinieri haben 17 Haftbefehle gegen mutmaßliche fundamentalistische Terroristen erlassen. Dabei handelt es sich um 16 Kurden und um einen Kosovaren. Sechs mutmaßliche Terroristen wurden in Italien festgenommen, ein siebenter wurde von den italienischen Ermittlern im Irak lokalisiert.

Vier Personen wurden in Großbritannien und drei in Norwegen festgenommen, teilten die Carabinieri mit. Einige Verdächtige sollen bei Kämpfen im Irak und in Syrien gestorben sein.

Festgenommen wurde unter anderem Abdul Rahman Nauroz, der fundamentalistische Kämpfer rekrutierte. In seiner Wohnung in Meran fanden Geheimtreffen von Fundamentalisten statt, wie die Polizei weiter berichtete. Seine Wohnung sei ein Treffpunkt für Personen, die zu Jihad-Kämpfern werden wollten, berichteten die Ermittler. Die Rekrutierung erfolgte mit Internet-Propaganda. Durchsuchungen wurden in Südtirol, Parma, Brescia sowie in Norwegen, Großbritannien, Finnland, Deutschland und in der Schweiz durchgeführt.

An der Spitze der Terroristenorganisation stand demnach der norwegisch-kurdische Islamist Mullah Krekar. Der umstrittene Prediger war erst vor wenigen Monaten aus dem Gefängnis entlassen worden, wo er eine knapp dreijährige Haftstrafe wegen Bedrohung mehrerer Personen, darunter Norwegens Regierungschefin Erna Solberg, abgebüßt hatte. Auch vom Gefängnis aus führte der Islamist die Organisation mit Vernetzungen in ganz Europa, berichteten die Ermittler.