Gesellschaft

Keine Zweifel am Imster Skigebiet

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Welche Zukunft hat das Skigebiet Hochimst? Die Antworten, die beim TT-Forum in Imst gegeben wurden, waren durchaus positiv. Am vordringlichsten ist die Beschneiung. Die Finanzierung ist noch recht vage.

Von Alexander Paschinger

Imst –Die Imster Bergbahnen sind nach harten zehn Jahren Sanierungskonzept schuldenfrei. Vor allem mit Hilfe des von Franz Krismer „erfundenen“ Alpine Coasters, der den Sommer mit inzwischen 1,4 Millionen Fahrten bereicherte, konnten die Bergbahnen die zwei Millionen Euro an Tilgung stemmen. Wie es nun mit dem Kleinstskigebiet Hochimst weitergeht, darüber diskutierten unter der Leitung von TT-Chefredakteur Alois Vahrner der Imster BM Stefan Weirather, der Geschäftsführer der Bergbahnen, Bernhard Schöpf, TVB-Obmann Hannes Staggl und Skiklub-Obmann Thomas Covini mit rund 100 interessierten Besuchern des TT-Forums in der Imster Wirtschaftskammer.

„Hochimst muss erhalten und verbessert werden“, meinte Stadtchef Weirather. Am vordringlichsten sei die flächendeckende vier Millionen Euro teure Beschneiung, damit man nicht wie bisher 14 Tage dafür brauche. Der untere Lift müsse in den nächsten zehn Jahren erneuert werden (rund sechs Millionen Euro). Rechnet man dazu zwei neue Gondelbahnen, einen Flying Fox und einen Hochseilgarten dazu, „dann kostet das Ganze sicher 15 bis 20 Millionen Euro“. Stadtrat Helmuth Gstrein meinte, dass neben Bergbahnen, Stadt und TVB auch das Land anzuzapfen sei. „Wir stehen Gewehr bei Fuß“, erklärte dazu Obmann Staggl, wobei er auf nur 1,7 Millionen Euro im Budget des Imst Tourismus verwies. Investitionen mit „Maß und Ziel“ mahnte GR Sandra Friedl-Dablander ein. Klein, aber fein, lautete die allgemeine Devise.

Ob man nicht die großen Skigebiete ins Boot holen sollte, wenn man doch in Imst die jungen Skifahrer ausbildet, wollte Hans Peter Krißmer vom Skiklub wissen. „Das sind private Unternehmen, die man nicht zwingen kann“, erteilte Bernhard Schöpf eine Absage.

Umso mehr konzentriert man sich derzeit auf die Beschneiungsanlage. Helmuth Gstrein dauert die anvisierte Bauzeit von zwei bis drei Jahren zu lang. Das müsse in einem Jahr zu schaffen sein. Und darin zeigten sich die zahlreich anwesenden Stadtpolitiker einig. Unsicherheitsfaktor für eine ganz rasche Abwicklung ist für Weirather die Agrargemeinschaft als Nutzungsberechtigte, die Einspruch erheben könnte.

Thema waren auch die Tarife, die Weirather und Schöpf als günstig beschrieben. Allem voran die Saisonkarte um 263 Euro für Erwachsene und 51 Euro für Kinder (im Sommer ist das Schwimmbad dabei). Vize-BM Gebi Mantl regte eine Verbund-Karte mit Oetz und Jerzens an, die Schöpf aufgrund der bestehenden Regiocard-Verträge für nicht möglich hält. Kinder im Alter von sieben bis 14 Jahren könnten nach Vorbild Venet frei fahren, meinte Weirather, wovon aber Staggl und der Tarrenzer Bürgermeister Rudolf Köll abrieten. Allein in Imst gebe es 980 Kinder in diesem Alter.

Unbestritten war auch die Rolle des Skiklubs als Ausbilder zum Skifahren und damit Basis des Tourismus. Thomas Covini lobte hier die Kommunikation zwischen Bergbahn und Skiklub. Dennoch wurde von Ski-Trainer Herbert Sturm angeregt, ob nicht eine beleuchtete Trainingsstrecke im Bereich der Schneid eingerichtet werden könnte. Diese hätte als Riesentorlaufstrecke auch überregionale Bedeutung. Zudem brauche man gerade bei der Nachwuchsarbeit auch Trainingszeiten außerhalb der offiziellen Öffnungszeiten. Hier könne man Eltern und Schulkindern entgegenkommen. Als Positiv-Beispiel nannte er die Möglichkeiten im Imster Klettersport.

In tageszeitlichen Randzonen bewegen sich auch die Skitourengeher, die Roland Graswander ansprach. Für die sei man offen, betonte Schöpf. 300 bis 500 Sportler würden sich täglich hier bewegen. Ein Problem gebe es dann, wenn sie während oder nach der Pistenpräparierung ins Tal fahren. „Leider wird es Unfälle brauchen, damit hier wirklich etwas geschieht.“ Ihm schwebt ein Verbot zu gewissen Uhrzeiten vor.

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