Leitbörsen in Fernost schließen ohne klare Richtung

Tokio (APA) - Die Leitbörsen in Fernost haben am Donnerstag ohne klare Richtung geschlossen. An den meisten Märkten verlief der Handel schle...

Tokio (APA) - Die Leitbörsen in Fernost haben am Donnerstag ohne klare Richtung geschlossen. An den meisten Märkten verlief der Handel schleppend, hieß es von Marktteilnehmern. Sinkende Rohstoffpreise, anhaltende Sorgen um das schwächelnde Wachstum in China sowie die Erwartung einer baldigen Zinswende in den USA übten etwas Druck auf die Börsen aus, kommentierten Händler.

Der Nikkei-225 Index in Tokio gewann minimale 6,38 Zähler oder 0,03 Prozent auf 19.697,77 Punkte. Der Shanghai Composite verlor 17,35 Punkte oder 0,48 Prozent auf 3.632,90 Punkte. Der All Ordinaries Index in Sydney erhöhte sich um marginale 1,1 Zähler oder 0,02 Prozent auf 5.182,20 Einheiten. An der Börse im indischen Mumbai wurde feiertagsbedingt nicht gehandelt.

Positiv hervorstechen konnte jedoch der Hang Seng Index in Hongkong. Dieser stieg um klare 536,75 Zähler (plus 2,40 Prozent) auf 22.888,92 Einheiten. An die Spitze des Index setzten sich Lenovo mit einem Plus von 5,77 Prozent., obwohl der Computer-Hersteller im abgelaufenen Quartal tief in die roten Zahlen gerutscht war. Negativ zu Buche schlugen Kosten für Übernahmen und Umstrukturierungen. Unterm Strich blieb ein Nettoverlust von 714 Mio. Dollar stehen, nach einem Gewinn von 262 Mio. Dollar im Vorjahreszeitraum. Börsianer hatten aber mit einem noch größeren Minus gerechnet.

An der Börse in Shanghai belasteten indessen die Kursverluste einiger Indexschwergewichte. Unter anderem verloren PetroChina 0,98 Prozent und Bank of China büßten 1,22 Prozent ein.

In Tokio konnten gute japanische Konjunkturdaten die Kurse nicht merklich bewegen. In den Blick rückten neue Quartalsberichte. Die Aktien des Internetkonzerns DeNA fielen um 2,19 Prozent, nachdem das Unternehmen bei seinen Prognosen für den Gewinn im dritten Quartal hinter den Erwartungen zurückgeblieben war, kommentierten Marktteilnehmer.

In Sydney führten Bankwerte die Liste der Kursgewinner an. Im ASX-20 Index standen Commonwealth Bank mit plus 1,84 Prozent ganz oben auf der Liste. Dahinter rangierten Australian and New Zealand Banking und Westpac Banking mit jeweils plus 1,56 Prozent. Im roten Bereich sammelten sich dagegen Energiewerte wie Origin Energy (minus 1,35 Prozent) und Woodside Petroleum (minus 1,12 Prozent).