Soldat nach Schießunfall in Innsbrucker Kaserne verurteilt

Innsbruck/Wien (APA) - Nach dem Schießunfall in der Innsbrucker Conradkaserne im Jänner dieses Jahres ist der Soldat, aus dessen Waffe sich ...

Innsbruck/Wien (APA) - Nach dem Schießunfall in der Innsbrucker Conradkaserne im Jänner dieses Jahres ist der Soldat, aus dessen Waffe sich der Schuss gelöst hatte, am Donnerstag wegen fahrlässiger Körperverletzung am Bezirksgericht Innsbruck verurteilt worden. Dem 19-Jährigen wurde eine Geldstrafe in der Höhe von 630 Euro auferlegt. Das Urteil ist vorerst nicht rechtskräftig.

Der Unfall hatte sich am 13. Jänner dieses Jahres ereignet. Beim Entladen der Waffe hatte sich ein Schuss gelöst, der einen Kameraden des 19-Jährigen am linken Oberschenkel streifte. Der Soldat habe dabei eine Rissquetschwunde erlitten.

Der Angeklagte hatte sich vor Richter Wolfgang Pesl schuldig bekannt. Sein umfassendes und reumütiges Geständnis sei dem 19-Jährigen mildernd anzurechnen gewesen, meinte der Richter. „Trotzdem haben Sie die Sorgfaltspflicht außer Acht gelassen und Ihre Waffe in unmittelbarer Nähe einer anderen Person entladen, außerdem sind Sie nicht in eine dafür vorgesehen Entladestation gegangen“, sagte Pesl in seiner Urteilsbegründung in Richtung des Beschuldigten.

Der öffentliche Ankläger warf dem 19-Jährigen in seinem Schlussplädoyer ein „grob fahrlässiges Verhalten“ vor. Verteidigern Eva Kathrein strich hingegen die geständige Verantwortung ihres Mandanten hervor und betonte, dass er bereits durch das Militär „Sanktionen“ erfahren habe. Ein Gutachten bestätigtet indes, dass es sich bei der Verletzung des Opfers um eine leichte Blessur gehandelt hatte.