Flüchtlingsgipfel - Türkei verdrängt Afrika von der Agenda

Valletta (APA) - Am Rande des EU-Afrika-Gipfels hat die Türkei am Donnerstag zunehmend an Bedeutung gewonnen. Wie die APA aus Delegationskre...

Valletta (APA) - Am Rande des EU-Afrika-Gipfels hat die Türkei am Donnerstag zunehmend an Bedeutung gewonnen. Wie die APA aus Delegationskreisen erfuhr, fanden bereis am Vormittag zahlreiche bilaterale Gespräche statt. Ziel ist es, noch am Donnerstag zu fixen Finanzierungszusagen zu kommen, die von der Türkei geforderten drei Milliarden dürften aber nicht erreicht werden.

Im Anschluss des EU-Afrika-Gipfels soll am Nachmittag ein reiner EU-Sondergipfel zur Flüchtlingskrise stattfinden, mit Polen, Großbritannien und Portugal fehlen jedoch zentrale EU-Staaten. Mittlerweile ist auch ein langer Gipfelabend nicht ausgeschlossen, nachdem anfangs von kurzen Beratungen und einem reinen Meinungsaustausch die Rede war. Vor allem die Entscheidung Schwedens, seine Grenzen ab Donnerstagmittag zu kontrollieren, dürfte den Druck auf die Mitgliedsstaaten erhöht haben, schnell konkrete Lösungsansätzen zu präsentieren.

Die EU will die Türkei dazu bewegen, ihre Grenzen in Richtung Europa besser zu sichern und durch die Türkei gereiste Flüchtlinge wieder aufzunehmen. Im Gegenzug will die EU die Türkei finanziell unterstützen, die Höhe der Gelder war zuletzt jedoch noch Gegenstand von Diskussionen.