Adventmärkte - Wiener „Adventzauber“ heuer bis 26. Dezember geöffnet

Wien (APA) - Am Samstag wird am Wiener Rathausplatz bereits zum 30. Mal die Weihnachtszeit eingeläutet: Dann eröffnet Bürgermeister Michael ...

Wien (APA) - Am Samstag wird am Wiener Rathausplatz bereits zum 30. Mal die Weihnachtszeit eingeläutet: Dann eröffnet Bürgermeister Michael Häupl (SPÖ) den traditionellen Christkindlmarkt und den dazugehörigen „Adventzauber“. Anlässlich des heurigen Jubiläums gibt es einige Neuerungen - davon die Wesentlichste: Der Markt schließt heuer nicht wie bisher am 24. Dezember, sondern erst am 26. Dezember.

„Heuer ist zwei Tage länger offen“, kündigte Akan Keskin vom Verein zur Förderung des Marktgewerbes, der den Christkindlmarkt organisiert, am Donnerstag in einer Pressekonferenz an. Man habe gesehen, dass es viele Menschen gibt, die gerne auch nach Weihnachten am Markt einkaufen. Heuer wird außerdem früher aufgesperrt: Morgen, Freitag, läuft am Markt bereits der Probebetrieb.

Die offizielle Eröffnung findet schließlich am Samstag statt. Dann werden Bürgermeister Häupl und der Tiroler Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) das feierliche Einschalten der Christbaumbeleuchtung, Illuminierung genannt, vornehmen. Der Baum stammt heuer aus Tirol. Konkret handelt es sich dabei um eine 110 Jahre alte, 28 Meter hohe Fichte aus der Gemeinde Pfunds (Bezirk Landeck). Sie steht bereits am Rathausplatz und wird bis Samstag noch mit rund 1.000 LED-Lichtern aufgeputzt.

Festlichen Schmuck erhalten auch die Bäume im angrenzenden Rathauspark. Diese werden u.a. mit Geigen, Schneemännern oder Herzen ausstaffiert. Heuer werden erstmals rote Marienkäfer einen Baum erklimmen. Ebenfalls neu sind eine „Laterna Magica“, die mit Schattenspielen für Staunen sorgen soll, sowie ein großer Schlitten, um den sich Figuren wie das Christkind, der Weihnachtsmann, Väterchen Frost oder die heilige Lucia scharen. Sie stehen für unterschiedliche Weihnachtsbräuche, die dabei auch erklärt werden.

Insgesamt werden mehr als 140 Hütten unterschiedliche Waren feilgeboten. Keskin betonte in diesem Zusammenhang, dass sich die angebotenen Produkte im Laufe der Jahre „wesentlich verbessert“ hätten. Der Bogen spannt sich traditionell von Speis und Trank über Dekorationsartikel bis hin zu Geschenkideen. Heuer gibt es erstmals zwei Stände, an denen zertifizierter Bio-Punsch bzw. Glühwein ausgeschenkt werden.

Um den Ruf des „kinderfreundlichsten Weihnachtsmarktes Europas“ gerecht zu werden, gibt es für die kleinen Besucher heuer wieder ein spezielles Programm. So stehen zum Beispiel Kekse backen, Basteln, Kasperltheater oder ein „Waldhaus mit fleißigen Wichteln“ - dabei handelt es sich um einen Schaupavillon - zur Auswahl. Außerdem wird das Christkind leibhaftig unterwegs sein. In diese Rolle schlüpft heuer die 19 Jahre alte Studentin Isabella. Auf der Himmelsbühne werden außerdem von Montag bis Donnerstag Prominente wie Adi Hirschal, Uwe Kröger oder Christina Lugner Märchen vorlesen.

Der Christkindlmarkt ist mittlerweile auch ein wichtiger Wirtschafts- und Tourismusfaktor, wie Finanzstadträtin Renate Brauner (SPÖ) betonte. Es werden wieder mehr als drei Millionen Besucher erwartet, davon 500.000 aus dem Ausland. Die Stadt unterstützt den „Adventzauber“ mit mehr als einer Million Euro. Die Wirtschaftskammer Wien (WKW) steuert weitere 240.000 Euro für die Öffentlichkeitsarbeit bei. Zur Verfügung steht wieder eine kostenlose Adventzauber-App.

Der Obmann der Wiener Wirtschaftskammersparte Handel, Rainer Trefelik, präsentierte außerdem eine Umfrage, wonach auf den Wiener Weihnachtsmärkten insgesamt rund 8,1 Millionen Besucher unterwegs sein werden. Bei jedem Besuch würden Wiener im Schnitt 22 Euro ausgeben, Besucher aus den Bundesländern sogar 36 Euro. 88 Prozent der Wiener planen, heuer zumindest einmal einen Adventmarkt zu besuchen. Die meisten Befragten kommen wegen des Ambientes. Sehr wichtig sind ihnen aber auch die Weihnachtsdekoration sowie das Angebot an Kunsthandwerk, Speisen und Getränken.

(S E R V I C E - Web: http://www.christkindlmarkt.at)