Flüchtlinge - Muhm: Arbeitsmarktzugang etwas erleichtern

Wien (APA) - Der Direktor der Arbeiterkammer Wien, Werner Muhm, kann sich vorstellen den Arbeitsmarktzugang für Asylwerber etwas zu erleicht...

Wien (APA) - Der Direktor der Arbeiterkammer Wien, Werner Muhm, kann sich vorstellen den Arbeitsmarktzugang für Asylwerber etwas zu erleichtern, um eine bessere Integration zu ermöglichen. Ähnlich hatte sich auch kürzlich ÖGB-Chef Erich Foglar geäußert. Ein freier Zugang zum Arbeitsmarkt für Asylwerber sei aber „ein falsches Signal“, sagte Muhm am Donnerstag vor Journalisten in Wien.

Ausdrücklich begrüßte Muhm im Klub der Wirtschaftspublizisten die Pläne der Stadt Wien ein College für 1.000 jugendliche Flüchtlinge, die ihre Schulpflicht bereits absolviert haben, anzubieten. In dem College sollen Jugendliche zwischen 15 und 21 Jahren auf den Umstieg ins reguläre Schul- bzw. Ausbildungssystem vorbereitet werden. Der AK-Direktor erinnerte daran, dass nach aktueller Datenlage nur rund 15 Prozent der Flüchtlinge einen Lehrabschluss oder eine höhere Ausbildung haben. Bei Afghanen, der aktuell zweitgrößten Flüchtlingsgruppe in Österreich, sei die Ausbildung noch niedriger. Rund 20.000 anerkannte Flüchtlinge sind derzeit auf Arbeitssuche in Österreich.

Generell ist es für Asylwerber schwer eine Arbeitsbewilligung zu bekommen. Derzeit können Asylwerber in Österreich nur in den Branchen Tourismus und Landwirtschaft arbeiten, falls sich nach einer Bedarfsprüfung kein anderer für einen freien Job findet. Einen uneingeschränkten Zugang zum österreichischen Arbeitsmarkt gibt es erst nach positivem Abschluss des Asylverfahrens, wenn sie als Flüchtlinge anerkannt wurden oder „subsidiären Schutz“ erhalten.

~ WEB http://www.arbeiterkammer.at ~ APA318 2015-11-12/13:01