Start für 43. „Licht ins Dunkel“-Aktion in der Wiener Hofburg

Wien (APA) - In einem schwierigen Jahr wie diesem, in dem so viele Menschen Hilfe brauchen, dürfe nicht auf Menschen in Not in Österreich ve...

Wien (APA) - In einem schwierigen Jahr wie diesem, in dem so viele Menschen Hilfe brauchen, dürfe nicht auf Menschen in Not in Österreich vergessen werden - so der Tenor beim Auftakt zur 43. „Licht ins Dunkel“-Aktion am Donnerstag in der Wiener Hofburg. In der vergangenen Saison konnten mit den gesammelten Spenden 439 Projekte und 5.173 Familien unterstützt werden.

„Zahlen sind wichtig, aber das quantitative Volumen ist nicht das Allerwichtigste, sondern die Gesinnung und der Grundsatz, der dahintersteckt“, betonte Bundespräsident Heinz Fischer. Dennoch hoffe er, dass die Hilfe auch heuer noch weiter verstärkt werde - gerade in diesem Jahr, „in einer Zeit, die vielleicht besonders schwierig ist“. Denn „Licht ins Dunkel“ habe in Österreich eine ganz spezifische Aufgabe - nämlich Menschen, die aus gesundheitlichen Gründen Hilfe brauchen, zu unterstützen. Insgesamt habe die Aktion, die 1973 ins Leben gerufen wurde, bereits eine viertel Milliarde Euro gesammelt, lobte der Bundespräsident.

Ein „besonderes Jahr für ‚Licht ins Dunkel‘, ein besonderes Jahr in der Geschichte dieses Kontinents“ sah auch ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz. Deshalb habe der ORF zu den beiden bestehenden Hilfssäulen „Nachbar in Not“ und „Licht ins Dunkel“ auch „Helfen wie wir“ ins Leben gerufen. Dass man mit „Helfen wie wir“ zwei Millionen Euro für Flüchtlinge und mit „Nachbar in Not“ neun Millionen Euro für die Hilfe in Syrien und im Irak gesammelt habe, dürfe im Umkehrschluss jedoch nicht bedeuten, dass „wir Österreicher in Not und schwierigen Situationen vernachlässigen“, so Wrabetz.

Deshalb werde man gerade heuer „Licht ins Dunkel“ „mit voller Kraft“ vorantreiben und möglichst eine „Größenordnung über zehn Millionen Euro“ Spenden erreichen, erklärte der Generaldirektor. Denn man wolle zeigen, dass die „Hilfsbereitschaft für alle nicht geringer, sondern umso wichtiger ist, in Zeiten, in denen wir vielen helfen müssen“. In der vergangenen Saison sammelte die Aktion knapp 11,3 Millionen Euro.

Der Themenschwerpunkt der 43. Auflage ist, wie bereits in der vergangenen Saison, Inklusion, wie ORF-Verantwortliche Sissy Mayerhoffer berichtete. Neben bewährten Aktionen wie der Ö3-“Wundertüte“ wird heuer auch ein Teil der eigens für den Song Contest gestalteten Sitzmöbel, der Enzis, aus dem Museumsquartier zugunsten von „Licht ins Dunkel“ versteigert. Am 23. November findet dann jener Aktionstag statt, an dem alle ORF-Programme im Zeichen der Charityaktion stehen - unter anderem mit einer „Promi-Millionenshow“.

Am 20. Dezember wird die alljährliche Sportversteigerung im Rahmen von „Sport am Sonntag“ über die Bühne gehen. Am Heiligen Abend widmet sich dann ORF 2 mit der traditionellen Weihnachtssendung ganz dem Spendensammeln. Bereits zum 19. Mal veranstalten die „Seitenblicke“ ihre „Night Tour“ - die große Schlussversteigerung findet dann im neuen Jahr statt. Fast schon eine Tradition ist die „Licht ins Dunkel“-CD, auf der heuer wieder eine Variante des Songs „My Lights“ zu hören ist. Nach der Interpretation von Conchita Wurst im Vorjahr übernimmt heuer Madita, eigentlich Edita Malovcic, das Mikrofon.

(S E R V I C E - http://lichtinsdunkel.orf.at)

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