Serbiens Regierung mildert Sparmaßnahmen etwas ab

Belgrad (APA) - In Absprache mit dem Internationalen Währungsfonds (IWF) hat die serbische Regierung beschlossen, ihre Ende 2014 beschlossen...

Belgrad (APA) - In Absprache mit dem Internationalen Währungsfonds (IWF) hat die serbische Regierung beschlossen, ihre Ende 2014 beschlossenen Sparmaßnahmen etwas abzumildern. Ab Jänner 2016 sollen die Gehälter im öffentlichen Dienst sowie Pensionen leicht angehoben werden.

Wie Premier Aleksandar Vucic am Mittwochnachmittag erklärte, sollen die Gehälter bei der Polizei, im Gesundheits- und Bildungswesen ab Jänner zwischen zwei und vier Prozent angehoben werden. Die Pensionen sollen um 1,25 Prozent steigen. Bei der Verwaltung und in der Regierung stehen keine Lohnerhöhungen bevor. Die versprochenen Steigerungen liegen unter der im Vorjahr beschlossenen Einkommens-, bzw. Pensionssenkung. Damals wurden Einkommen um zehn Prozent gesenkt, Pensionen - die niedrigsten ausgeschlossen - sogar um bis zu 23 Prozent.

Zur Gegenfinanzierung der geplanten Einkommens- und Pensionserhöhungen - insgesamt 100 Mio. Euro jährlich - will die Regierung unter anderem die Abgaben für Brennstoff um zwei Dinar (0,02 Euro) anheben, erläuterte Vucic.

Entsprechend dem laufenden Kreditabkommen mit dem IWF ist Serbien verpflichtet, den Anteil der Einkommen an Budgetausgaben bis Ende 2017 auf sieben und der Pensionen auf elf Prozent zu senken. Derzeit würde sich dieser bei neun, bzw. zwölf Prozent bewegen, berichteten Medien am Donnerstag.