Studie: Mehr Banken gehen auf Distanz zur Atomwaffenindustrie

Genf (APA/dpa) - Eine steigende Zahl von Finanzdienstleistern will nicht mehr in die Atomwaffenindustrie investieren. Nach einer aktuellen S...

Genf (APA/dpa) - Eine steigende Zahl von Finanzdienstleistern will nicht mehr in die Atomwaffenindustrie investieren. Nach einer aktuellen Studie der Friedensorganisation Pax und der Internationalen Kampagne zur Abschaffung von Atomwaffen (ICAN) haben 53 Institutionen wie Banken oder Versicherungen Beteiligungen an derartigen Firmen verboten oder eingeschränkt. Das waren 18 Unternehmen mehr als 2014.

Dennoch bleiben Investitionen in nukleare Waffen ein Milliardengeschäft. Der am Donnerstag veröffentlichten niederländischen Studie zufolge investierten zwischen Jänner 2012 und August 2015 weltweit 382 Finanzdienstleister geschätzte 493 Mrd. Dollar (460 Mrd. Euro) in Firmen, die an der Produktion, Lagerung oder Wartung nuklearer Waffen und deren Zubehör beteiligt sind. Allein die zehn größten Investoren - alle mit Sitz in den USA - unterstützen Firmen demnach mit 209 Mrd. Dollar, beispielsweise in Form von Darlehen.