VW-Skandal - Stiftung: VW soll auf Verjährung von Garantie verzichten

Wien/Wolfsburg (APA) - Die niederländische Stiftung, die im VW-Skandal um manipulierte Abgaswerte die Interessen von europäischen Fahrzeugbe...

Wien/Wolfsburg (APA) - Die niederländische Stiftung, die im VW-Skandal um manipulierte Abgaswerte die Interessen von europäischen Fahrzeugbesitzern vertritt, verlangt von VW einen Verjährungsverzicht bei Garantie und Gewährleistung. Andernfalls wären Betroffene genötigt, VW zu klagen, um ihre Ansprüche nicht zu verlieren, erklärte ein Stiftungsanwalt am Donnerstag.

Weiters fordert die Stiftung, die vom österreichischen Verein für Konsumenteninformation (VKI) unterstützt wird, einen Schuldbeitritt zum jeweiligen Gewährleistungs- und Garantieschuldner.

VW solle alle Fahrzeughalter weltweit gleichermaßen entschädigen. „Es ist gänzlich unverständlich, warum Volkswagen AG ausschließlich Amerikanern ein ‚Goodwill-Package‘ im Wert von 1.000 US-Dollar anbietet und Geschädigte in Europa mit dem Versprechen, irgendwann irgendetwas an den betroffenen Fahrzeugen zu reparieren, hingehalten werden“, so der Wiener Anwalt Eric Breiteneder, ein Vertreter der Stiftung, in einer Aussendung.

Die Stiftung strebt einen Generalvergleich mit VW an. Teilnehmen können alle betroffenen Fahrzeughalter, in Österreich ist der VKI Ansprechpartner. Hierzulande sind 363.000 Diesleautos verschiedener VW-Konzernmarken von den Abgasmanipulationen betroffen.

~ WEB http://www.konsument.at ~ APA462 2015-11-12/15:43