Zukunft des Uhudler - Rodungsaufträge im Burgenland bestätigt

Eisenstadt (APA) - Die von der Bezirkshauptmannschaft Güssing gegen mehrere Personen im Bezirk ausgesprochene Strafen und Rodungsaufträge im...

Eisenstadt (APA) - Die von der Bezirkshauptmannschaft Güssing gegen mehrere Personen im Bezirk ausgesprochene Strafen und Rodungsaufträge im Zusammenhang mit der Auspflanzung von Uhudler-Reben sind rechtskräftig, teilte am Donnerstag das Landesverwaltungsgericht mit. Die Betroffenen hätten rechtswidrig Reben der Sorte Ripatella zum Zweck der Weinerzeugung neu ausgepflanzt.

Das Landesverwaltungsgericht hatte die Entscheidungen bestätigt, worauf die Betroffenen Beschwerde an den Verfassungsgerichtshof (VfGH) bzw. Revision an den Verwaltungsgerichtshof (VwGH) erhoben. Der VfGH habe laut Mitteilung des Landesverwaltungsgerichts bereits Ende September die Behandlung von sechs Beschwerden abgelehnt, weil sie keine hinreichende Aussicht auf Erfolg hätten und von der Entscheidung die Klärung einer verfassungsrechtlichen Frage nicht zu erwarten sei.

Nun habe der VwGH fünf Revisionen als unzulässig zurückgewiesen, weil keine grundsätzliche Rechtsfrage aufgeworfen worden sei. Der VwGH hielt zudem fest, dass die Rebsorte „Ripatella“ nicht zu den auspflanzungsfähigen Rebsorten im Sinne des Weinbaugesetzes zähle. Die rechtliche Rebsortenklassifizierung gelte sowohl für Kelter - als auch für Tafeltrauben. „Die damit rechtskräftigen Strafen sind deshalb zu bezahlen und die Ripatella-Weinstöcke innerhalb der festgesetzten Fristen zu roden“, so das Landesverwaltungsgericht.

Beim Thema Uhudler sieht die ÖVP Burgenland Agrarlandesrätin Verena Dunst (SPÖ) gefordert. „Viel zu lange warten unsere Uhudler-Winzer auf einen Vorschlag zur Rettung des Uhudlers“, erklärte LAbg. Walter Temmel am Donnerstag in einer Aussendung.

Schon seit langem liege ein Lösungsvorschlag, nämlich die Deklarierung des Uhudlers als Obstwein, auf dem Tisch. „Diesen lehnt die Landesrätin strikt ab, bleibt dabei aber einen dringend nötigen Plan zur Lösung schuldig“, erklärte Temmel. Zur rechtssicheren Umsetzung der Lösung seien aus seiner Sicht unbedingt Experten heranzuziehen. Es sei auch tunlichst darauf zu achten, die Weinwirtschaft nicht zu entzweien, sondern ein für alle tragbares Ergebnis zu erzielen, stellte der ÖVP-Mandatar fest.