Kufstein

Strahlende Augen beim Krippentag

© Wilhelm Maier

Hobbyhistoriker Walter Rampl aus Axams kennt sie alle: die Kirchen Tirols, Südtirols und des Trentino. Im Dezember erscheint sein fünfter Bildband.

Kirchbichl –Die Volksschule in Kirchbichl war gestern ein absoluter Besuchermagnet. Vor Ort wurden anlässlich des 100. Landeskrippentages einige sehr sehenswerte Krippen ausgestellt, die nicht nur die Vereinsmitglieder der Tiroler Krippenfreunde zum Staunen brachten, sondern auch alle anderen Besucher.

Ein Herz für traditionelle Werte – ob in orientalischer, tirolerischer oder moderner Form – haben die Mitglieder des Verbandes der Tiroler Krippenfreunde allemal. Und das schon seit sehr langer Zeit, immerhin feierten sie gestern den 100. Landeskrippentag in Kirchbichl. Um diesen Tag gebührend zu feiern, luden die Krippenfreunde Kirchbichl unter Obmann Michael Diery zur feierlichen Jahreshauptversammlung.

Auf die heilige Messe in der Pfarrkirche folgte der gemütliche Teil im GH Strandbad. Die heurige Versammlung stand ganz unter dem Motto des Engelsgrußes „Friede den Menschen auf Erden“. Wie wichtig Brauchtum und Heimat ist, wurde vor allem im Festvortrag von Clemens Betz deutlich. Er verwies auf die Kernszene einer jeden Krippe: die Geburt Jesu. Das „Drumherum“ könne in verschiedenen Formen dargestellt werden, in traditioneller tirolischer Manier, auf orientalische Art oder immer beliebter auch in moderner Form. Der Festredner ging auch auf die Flüchtlingsthematik ein. In der heutigen Zeit sei man laut ihm wieder mit Herbergsuchenden konfrontiert, mit vielen Tausenden, die aus ihrem Land fliehen mussten. „Wie gehen wir mit denen um? Weisen wir sie ab oder geben wir ihnen einen Stall? Eines muss uns aber immer bewusst sein, es handelt sich immer um Menschen“, betonte Betz.

Nach einem Rückblick auf ein ereignisreiches Jahr gab es auch kritische Worte zur Förderung des Landes, die gekürzt oder sogar gestrichen werden soll. „Vermutlich sind wir dem Land anscheinend das Papier nicht wert“, meinte der Kassier zynisch.

Im Anschluss durften sich Franz Nagiller, Albert Peer und Fritz Rapp über das Ehrenzeichen in Gold freuen. (wma)

Für Sie im Bezirk Kufstein unterwegs:

Wolfgang Otter

Wolfgang Otter

+4350403 3051

Jasmine Hrdina

Jasmine Hrdina

+4350403 2286

Verwandte Themen