Raiffeisenbankengruppe muss ein Viertel einsparen - Auch Ziel von RBI

Wien (APA) - Erwin Hameseder, Obmann der Raiffeisenlandesbank NÖ-Wien und Aufsichtsratschef der RZB, hat vor wenigen Wochen davon gesprochen...

Wien (APA) - Erwin Hameseder, Obmann der Raiffeisenlandesbank NÖ-Wien und Aufsichtsratschef der RZB, hat vor wenigen Wochen davon gesprochen, dass in der Raiffeisen-Bankengruppe die Kosten um 20 bis 25 Prozent gesenkt werden sollen. RBI-Vorstandschef Karl Sevelda sagte am Donnerstag, dieses Sparziel stimme mit den eigenen Zielen der Raiffeisen Bank International absolut überein.

Im Februar, als die börsennotierte RBI ihren Schrumpfkurs aufsetzte, hatte die Bank angekündigt, dass die Kosten bis Ende 2017 um 20 Prozent gedrückt werden sollen.

Maximal 550 Mio. Euro wird das laufende Restrukturierungs- und Kostensenkungsprogramm die RBI kosten, sagte Sevelda Donnerstagnachmittag bei einer Telefonkonferenz. Der überwiegende Teil werde erst 2016 anfallen. Die tatsächliche Summe, hauptsächlich Dekonsolidierungskosten, hängt von möglichen Abschlägen bei Assetverkäufen, Abschreibungen oder Kosten durch Filialschließungen ab. Normale Risikokosten seien in diesen Positionen nicht enthalten.

Beim neuen EU-Bankenstresstest 2016 stehen nicht mehr einzelne Großinstitute der österreichischen Raiffeisen-Geldgruppe auf dem Prüfstand, sondern die Raiffeisen-Landesbanken-Holding. Diese Holding hält über eine Raiffeisen Landesbanken Beteiligungsgesellschaft die Mehrheit an der Raiffeisen Zentralbank, der wiederum die Mehrheit an der RBI gehört.

Die Raiffeisen Landesbanken Holding sei von der Europäischen Bankenaufsichtsbehörde EBA als eigentliche Konzernmutter definiert und damit nun die Einheit, die dem Stresstest unterzogen wird.

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