Eltern in spanischem Mädchenmord-Prozess zu 18 Jahren Haft verurteilt

Santiago de Compostela (APA/dpa) - In einem Aufsehen erregenden Prozess sind in Spanien ein Paar wegen Mordes ihres chinesischen Adoptivkind...

Santiago de Compostela (APA/dpa) - In einem Aufsehen erregenden Prozess sind in Spanien ein Paar wegen Mordes ihres chinesischen Adoptivkindes zu jeweils 18 Jahren Haft verurteilt worden. Das Verwandtschaftsverhältnis wurde als erschwerender Umstand gewertet, wie das Landgericht von A Coruna am Donnerstag in Santiago de Compostela mitteilte. Mit dem Urteil folgte das Gericht dem Antrag der Staatsanwaltschaft.

Das Tötungsdelikt an der zwölf Jahre alten Asunta machte in Spanien Schlagzeilen. Die Leiche des Kindes war 2013 am Rande eines Feldweges gefunden worden. Gerichtsmediziner stellten fest, dass Asunta mit einer großen Dosis eines Beruhigungsmittels betäubt und dann erstickt worden war, vermutlich mit einem Polster.

Der Verdacht fiel rasch auf die seit Jahren geschiedenen Eltern, die das Kind im Alter von knapp einem Jahr in China adoptiert hatten. Die beiden beteuerten bis zuletzt ihre Unschuld. Auch nach der Anhörung von 140 Zeugen und Sachverständigen blieb vieles unklar. Auch die Frage nach dem Motiv blieb unbeantwortet.