Fußball: Schweizer Tests in Slowakei und Österreich als EM-Castings

Wien (APA) - Das Schweizer Fußball-Nationalteam nutzt die Tests gegen die Slowakei und Österreich zum EM-Casting. Trainer Vladimir Petkovic ...

Wien (APA) - Das Schweizer Fußball-Nationalteam nutzt die Tests gegen die Slowakei und Österreich zum EM-Casting. Trainer Vladimir Petkovic bastelt am Freitag in Trnava und kommenden Dienstag in Wien an seinem Kader für Frankreich 2016. „Beide Mannschaften werden kämpfen und laufen. Wir müssen das annehmen“, sagte Petkovic. Unter Marcel Koller hätten sich die Österreicher einen „guten Ruf erarbeitet“.

Beim Spiel gegen die ÖFB-Auswahl des Schweizers Koller sei er gedanklich erst ab morgen, meinte Petkovic bei einem Medientermin Donnerstagabend. Neben dem Ernst-Happel-Stadion absolvierte die Schweiz zuvor ihr erstes Training seit der Ankunft in Wien am Tag zuvor. Nach Trnava geht es am Matchtag per Bus. Petkovic will von seinen Spielern nicht nur in den Spielen ein Zeichen sehen. Zurückhaltung ist nicht erwünscht.

„Es geht darum, sich noch einmal zu zeigen“, sagte der gebürtige Bosnier (52). Seine Schützlinge scheinen die Botschaft empfangen zu haben: Im Training ging es mit vollem Einsatz zur Sache. Beobachter sahen manche Aktionen in den Übungseinheiten sogar an der Grenze der normalen Härte.

Koller dürfte gegen seine Landsleute an der erprobten Start-Elf - Verletzte ausgenommen - wenig ändern. Sein Gegenüber Petkovic ließ hingegen durchblicken, in den Duellen mit den beiden EM-Startern durchzuwechseln. Für die Gegner gab es Lob. Den Imagegewinn der Österreicher sei laut Petkovic spürbar: „Sie haben sich diese höhere Akzeptanz verdient. Nun kommt aber der schwierigere Teil: Es geht darum, das hohe Niveau halten zu können.“

Mittelfeldspieler Valentin Stocker sprach von Spielen gegen „attraktive Gegner. Beide sind bei der EM dabei. Beide werden versuchen, offensiv zu agieren.“ Der Konkurrenzkampf im eigenen Team sei offen. Bei der „Nati“ ist derzeit die fehlende Spielpraxis mehrerer Stammkräfte Thema Nummer eins. So stehen selbst erprobte Kräfte wie Kapitän Gökhan Inler oder Valon Behrami bei ihrem Teamchef unter Beobachtung.