Warme Temperaturen

Nach dem Eis gibt's dann noch einen Glühwein

Die ersten Gäste unter anderem mit Helga Dengg, Lisa Walde und Stephanie Cammerlander (v. l.) waren bereits am Samstag am Weihnachtsmarkt.
© Julia Hammerle

Eisverkäufer freuen sich über den milden Winter und auch die Standler vom Christkindlmarkt sehen ihr Geschäft nicht „dahinschmelzen“.

Innsbruck –Die warmen Temperaturen lassen fast vergessen, dass in wenigen Wochen eigentlich Weihnachten ist. Der Gusto auf ein kühles Eis ist bei vielen Passanten jedenfalls ungebrochen: „Wir machen im November ein ungewöhnlich gutes Geschäft“, sagt die Verkäuferin vom Eisgeschäft in der Maria-Theresien-Straße.

Wenige Meter weiter sind bereits die Stände für den Christkindlmarkt, der heute Sonntag seine Pforten öffnet, aufgebaut. Dass den Besuchern die Lust auf Punsch und Glühwein durch die ungewöhnliche Wärme vergehen könnte, befürchtet Standbetreiberin Stephanie Cammerlander nicht. „Die Leute kommen zum Christkindlmarkt, egal ob es warm ist oder nicht“, ist die Innsbruckerin überzeugt. Das Sortiment passe sie dem warmen Wetter nicht an. „Es wäre komisch, wenn es Aperol Spritz statt Glühwein gäbe. Das will ja keiner.“

In dieselbe Kerbe schlägt Helga Dengg, die seit 40 Jahren Kiachl am Weihnachtsmarkt anbietet. „Vor ein paar Jahren hatten wir um den 20. Dezember warme 19 Grad. Auf die Besucherzahl hat sich das nicht ausgewirkt. Und das wird heuer nicht anders sein.“ Zum Skifahren sei es nämlich noch zu früh und auf Wandern hätte niemand mehr Lust. „Der Christkindlmarkt füllt diese Lücke.“

Auch Lisa Walde von der gleichnamigen Seifenfabrik in Innsbruck zeigt sich hinsichtlich des Wetters gelassen. „Solange es nicht regnet, gibt es kein Problem.“

Spätestens Mitte November werden die Temperaturen für die Skigebiete interessant. Geht es doch darum, die Schneekanonen für den Saisonstart anzuwerfen. Der Stubaier Gletscher hält 14 von 34 Abfahrten geöffnet, der Hintertuxer Gletscher 34 von 60 Pistenkilometern. Sölden wartet abseits vom Gletscher mit dem Saisonstart noch ab. In Obergurgl/Hochgurgl ist die Hälfte der Anlangen bereits in Betrieb. Das Kühtai hat wie in den vergangenen vier Jahren das letzte Novemberwochenende anvisiert. Geschäftsführer Philip Haslwanter: „Noch haben wir Zeit, aber wir haben alles hergerichtet.“ (lipi, miho, sst)

Für Sie im Bezirk Innsbruck unterwegs:

Michael Domanig

Michael Domanig

+4350403 2561

Verena Langegger

Verena Langegger

+4350403 2162

Renate Perktold

Renate Perktold

+4350403 3302

Verwandte Themen