Flüchtlinge - Deutlich mehr Neuankünfte in Slowenien

Ljubljana (APA) - Der Flüchtlingszustrom nach Slowenien hat am Donnerstag im Vergleich zu den vergangenen Tagen zugenommen. Fast 9.700 Flüch...

Ljubljana (APA) - Der Flüchtlingszustrom nach Slowenien hat am Donnerstag im Vergleich zu den vergangenen Tagen zugenommen. Fast 9.700 Flüchtlinge kamen am Mittwoch im Land an, am Tag zuvor waren es 7.500 gewesen, wie die aktuelle Polizeistatistik zeigt. Österreich nahm nach slowenischen Angaben am Donnerstag 8.825 Flüchtlinge auf. Auch am Freitag setzten sich die Ankünfte nach Slowenien fort.

Bis 6.00 Uhr in der Früh wurden mehr als 2.000 neu ankommende Flüchtlinge gezählt. Der Großteil der Flüchtlinge kommt nach wie vor mit Zügen aus Kroatien an. Am Grenzbahnhof Dobova im Südosten des Landes trafen am Donnerstag insgesamt sieben Züge mit knapp 7.700 Menschen am Bord ein. Die Flüchtlinge kamen außerdem an mehreren Grenzübergängen im Nordosten Sloweniens mit Bussen an.

Rund 5.700 Menschen hielten sich Freitag früh in den slowenischen Aufnahmezentren und Unterkünften auf. Etwa 3.000 waren im Zeltlager in Sentilj an der Grenze zu Spielfeld untergebracht. In der Unterkunft in Gornja Radgona warteten 1.200 Flüchtlinge auf den Weiterweg nach Bad Radkersburg, teilte die Polizei mit.

Seit Mitte Oktober, als Slowenien zum neuen Transitland auf der Balkanroute wurde, kamen aus Kroatien bereits fast 196.500 Flüchtlinge in dem Zwei-Millionen-Land an. In Kroatien zählte man am Donnerstag bis 21.00 Uhr mehr als 8.700 Neuankünfte aus Serbien, wie aus den vom kroatischen Innenministerium veröffentlichten Zahlen hervorgeht.

Seit Mittwoch errichtet Slowenien einen Stacheldrahtzaun an der Grenze mit Kroatien, um unkontrollierte Übertritte über die Grüne Grenze zu verhindern. Bisher wurde der Zaun in den Grenzgemeinden Brezice, Razkrizje und Sredisce ob Dravi verlegt. Der Grenzzaun wird nicht durchlaufend sein, sondern nur Teilabschnitte der Grenze absichern. Insgesamt sollen 80 Kilometer ausgelegt werden. Die Flüchtlingsankünfte über vorgesehene Eintrittspunkte laufen indes ungehindert weiter.