Kufstein

23 Tonnen Lebensmittel zur Versorgung der Flüchtlinge

© Michael Mader

Fast 19.000 Menschen auf der Flucht wurden im Camp in Kufstein bislang versorgt. Das Rote Kreuz greift auf 1000 Freiwillige zurück.

Von Michael Mader

Kufstein –Bis zu 1200 Flüchtlinge erreichen täglich das Transitlager in der Festungsstadt. Der erste Gang führt sie meist zur Essensausgabe, wenn sie sich nicht schon wieder anstellen, um rasch die Weiterreise nach Deutschland anzutreten.

Beim Roten Kreuz, das die Versorgung im Flüchtlingslager übernommen hat, wurden für den Tag der Katastrophenhilfe diesen Samstag in Absam ein paar statistische Zahlen zusammengetragen – und die sind durchaus interessant: So wurden in den 70 Tagen des Rotkreuz-Einsatzes insgesamt fast 19.000 Menschen auf der Flucht von den freiwilligen Helfern versorgt. Hinzu kommen noch die derzeit 176 Asylwerber, die in einem eigenen Zelt in Kufstein untergebracht sind. Dafür wurden im Dreischichtdienst in Summe nahezu 14.000 Mitarbeiterstunden aufgewendet. Viele davon betreffen die Essensausgabe: „Wir haben mittlerweile 22.700 Kilogramm Lebensmittel verarbeitet“, weiß Bezirksrettungskommandant Gerhard Thurner. Die meisten Gerichte werden tiefgekühlt angeliefert und mit Hilfe der Feldküche direkt im Lager in Kufstein in speziellen Dampfgarern erhitzt. Die Feldküche war zu Anfang des Hilfs­einsatzes noch in Kramsach stationiert, ist aber jetzt ins Camp nach Kufstein übersiedelt worden.

Zu den Mahlzeiten gab es bislang 56.500 Semmeln. Mit der Firma, welche die Speisen fertigt, gibt es natürlich auch einen ständigen Austausch – auch welche Gerichte gut und welche weniger gut ankommen. Das betrifft aber vor allem die Beilagen. Kartoffeln bzw. Kartoffelprodukte werden von den Flüchtlingen nicht gerne gegessen, Reis, Couscous und Bulgur dagegen schon.

Abseits der Tragik kommen aus dem Flüchtlingslager in Kufstein aber auch immer wieder positive Nachrichten. „Bislang konnten wir vier Familien wieder aktiv zusammenführen, die während ihrer Flucht auseinandergerissen wurden“, freut sich Bezirksrettungskommandant Thurner.

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