Gemeinderatswahl 2016

Volkspartei setzt in Wörgl auf drei Listen

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Andreas Taxacher wird als bürgerlicher Bürgermeisterkandidat in Wörgl in den Wahlkampf ziehen.

Von Wolfgang Otter

Wörgl –Die bisherige Bürgermeisterliste Arno Abler (VP) verordnet sich für die Gemeinderatswahl eine Rund-um-Erneuerung. Vom Namen Bürgermeisterliste bleibt nichts mehr, nicht einmal der Anspruch auf einen eigenen Bürgermeisterkandidaten. Künftig wird sie unter dem Namen Bürgerliste Wörgler Volkspartei in den Wahlkampf ziehen. Neuer Fraktionsführer ist Stadtrat Daniel Wibmer, 1. Vizebürgermeisterin Evelin Treichl zieht sich, wie bereits angekündigt, komplett zurück. Die Bürgermeisterliste hat bei den Gemeinderatswahlen 2010 knapp 32 Prozent erreicht und hält derzeit bei sieben Mandaten. Der Bürgermeistersessel ging aber in der Stichwahl gegen die SPÖ verloren. Eine De-facto-Koalition der Bürgermeisterliste gab es bereits im Gemeinderat mit dem „Team Wörgl“ des 2. Vizebürgermeisters Andreas Taxacher. Er war der Shootingstar von 2010, auf Anhieb erhielt er mit seiner neuen Liste drei Mandate und 14 Prozent der Stimmen und wurde zum Vizebürgermeister gekürt. Taxacher hat 2010 nicht zum Bürgermeister kandidiert, jetzt will er das höchste Amt mit Hilfe der Bürgerliste und der ganz neuen Gruppe Junge Wörgler erobern. Letzte wird vom VP-Bezirksgeschäftsführer Michael Riedhart angeführt. Beide, Taxacher wie Riedhart, begründen das Fehlen der VP auf ihren Listenbezeichnungen damit, dass unter ihren Kandidaten auch zahlreiche parteifreie Personen zu finden sind. Riedhart hat übrigens ein ehrgeiziges Ziel: „Wir wollen drei Mandate.“

Taxacher, der Mitglied des VP-Bauernbundes ist, zur Frage, ob er ein VP-Bürgermeister sein würde: „Ich bekenne mich zur bürgerlichen Gesinnung, aber Parteien spielen auf Gemeindeebene keine Rolle, ich wäre ein Bürgermeister für alle Wörgler.“ Die Dreier-Koalition, die zwar koppelt, aber keine gemeinsame Fraktion bilden will, zu ihren Zielen: „Die von Hedi Wechner 2010 verordnete Atempause für Wörgl führt mittlerweile fast zum Erstickungstod unserer Stadt – und als Tierarzt weiß ich, wie schwer es ist, Patienten zu reanimieren.“ Es gebe genügend Projekte zum Umsetzen. Das Bündnis will am meisten Mandate bekommen und den Bürgermeister stellen.

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