VW-Skandal -Österreichs Händler: Finanz soll sich direkt an VW wenden

Wien/Wolfsburg (APA) - Kommt es im Zuge des VW-Skandals zu Steuernachforderungen der Finanzämter, so sind die Adressaten der Ämter die Autoh...

Wien/Wolfsburg (APA) - Kommt es im Zuge des VW-Skandals zu Steuernachforderungen der Finanzämter, so sind die Adressaten der Ämter die Autohändler. Denn diese haben die Normverbrauchsabgabe (NoVA) eingehoben und sind daher abgabenpflichtig. Nun regt sich aber Widerstand bei den Händlern.

Denn letztendlich müsste ohnehin der Hersteller zahlen, an dem sich die Händler bei Nachzahlungen schadlos halten würden. Burkhard Ernst, Obmann des Fahrzeughandels, forderte heute, dass die Zwischenschaltung des Autohandels entfällt. Er verweist auf Presseberichte, wonach sich VW-Chef Matthias Müller bereits mit einem Schreiben an alle Finanzminister der Europäischen Union gewandt hat, um mitzuteilen, dass der Konzern bei etwaigen Nachzahlungen geradestehen werde.

Die Händler fürchten Liquiditätsprobleme, wenn zwischen der Überweisung der Steuerschuld an die Finanzämter und der Rücküberweisung durch den Hersteller zu viel Zeit vergeht. „Es liegt nun am Finanzministerium bei tatsächlichen Nachforderungen den vorgezeigten Weg einzuschlagen, um Finanzierungsengpässe bei heimischen Händlern zu vermeiden“, so Ernst.

~ ISIN DE0007664039 WEB http://www.volkswagenag.com ~ APA217 2015-11-13/11:43