VW-Skandal- Niedersachsens Ministerpräsident will schnelle Aufklärung

Frankfurt /Wolfsburg (APA/AFP) - Der niedersächsische Ministerpräsident und Aufsichtsrat von VW, Stephan Weil (SPD), erwartet in der Affäre ...

Frankfurt /Wolfsburg (APA/AFP) - Der niedersächsische Ministerpräsident und Aufsichtsrat von VW, Stephan Weil (SPD), erwartet in der Affäre um manipulierte CO2-Werte bei Volkswagen rasche Aufklärung. „Ich hoffe sehr, dass wir sehr schnell Klarheit bekommen, wer sich an den Manipulationen der CO2-Werte warum und auf wessen Weisung hin beteiligt hat“, sagte Weil der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ vom Freitag.

Die Anfang vergangener Woche bekanntgewordenen neuen Manipulationen seien fatal. Ob es beim Wolfsburger Autobauer zu weiteren Enthüllungen kommen werde, schloss der SPD-Politiker nicht aus. Er habe derzeit zwar keine Hinweise darauf, dass „da noch etwas kommt“. Aber er könne dazu auch „nicht Brief und Siegel geben“.

Um die Affäre schneller aufklären zu können, hat VW das angelaufene Amnestieprogramm für Beschäftigte, die über die Manipulationen auspacken, bis Ende November befristet. In einem Brief an die Mitarbeiter schrieb VW-Vorstand Herbert Diess von einem „Kooperationsprogramm“, das noch bis zum 30. November 2015 laufe. Ursprünglich sollte die Kronzeugenregelung laut Medienberichten bis Ende Dezember gehen. Mitarbeiter, die ihr Wissen über unerlaubte Praktiken offenbaren, haben Diess zufolge keine arbeitsrechtlichen Konsequenzen zu befürchten.

VW hatte im September zugegeben, dass in etwa elf Millionen Dieselfahrzeugen eine Software eingesetzt wurde, die den Ausstoß von Stickoxiden im Testbetrieb als zu niedrig auswies. Vergangene Woche gestand das Wolfsburger Unternehmen zudem ein, dass bei vermutlich rund 800.000 seiner Autos der tatsächliche Ausstoß des klimaschädlichen Gases CO2 höher ist als angegeben.

~ ISIN DE0007664039 WEB http://www.volkswagenag.com ~ APA235 2015-11-13/11:57