Segeln: Medaille bei Herren und Olympia-Ticket bei Damen WM-Ziel

Buenos Aires (APA) - Mit großen Zielen sind Österreichs Skiff-Segler zu den Weltmeisterschaften ab Montag nach Buenos Aires gereist. Die Ges...

Buenos Aires (APA) - Mit großen Zielen sind Österreichs Skiff-Segler zu den Weltmeisterschaften ab Montag nach Buenos Aires gereist. Die Gesamtweltcupsieger Nico Delle Karth/Niko Resch haben den Olympia-Quotenplatz im 49er bereits in der Tasche und gehen auf eine Medaille los, die 49erFX-Damen kämpfen noch um ein Ticket für Rio de Janeiro 2016. Österreich ist am Rio de la Plata mit vier Booten vertreten.

Laura Schöfegger/Elsa Lovrek und Anna Luschan/Eva Maria Schimak werden um eines von noch drei Nationentickets segeln, bei der ISAF-WM vergangenes Jahr in Santander gingen schon zehn Fahrkarten an Wettstreiterinnen. Der Rest der zwanzig Boote starken Olympiaflotte wird im Frühjahr 2016 bei Kontinentalen Meisterschaften ermittelt. Schöfegger/Lovrek waren 2015 WM-22.

Schöfegger hat eine leichte Magenverstimmung überwunden, ist fit und angriffslustig. „Wir sind bereit und werden alles daran setzen, das Nationenticket für die Rio-Spiele zu holen. Das wird aufgrund der hohen Dichte nicht einfach, das wissen wir, aber wenn wir unser Potenzial ausschöpfen und einen Lauf haben, können wir die Qualifikation sicher packen“, sagte die 20-jährige Salzburger Steuerfrau. „Wir sind hinsichtlich Nationenqualifikation zwar Außenseiter, aber nicht chancenlos“, meinte Schimak, Vorschoterin der 19-jährigen Luschan.

Die Herren-Teams Delle Karth/Resch und Benjamin Bildstein/David Hussl landeten in der Vorbereitungsregatta (Südamerika-Meisterschaft) auf den Rängen zwei und drei. „Wir fühlen uns sehr gut vorbereitet und freuen uns auf eine mit Sicherheit spannende Weltmeisterschaft. Das Revier ist eine Herausforderung für sich, aber wir haben mit Marcos Lamas einen Local im Trainerteam, das hat sehr geholfen, sowohl auf dem Wasser, als auch an Land“, sagte Steuermann Delle Karth. „Unser Anspruch ist eine Medaille. Das Niveau ist extrem hoch, die Bedingungen herausfordernd, es wird sicher sehr interessant.“

Die Junioren-Weltmeister Bildstein/Hussl haben gute und schlechte Erinnerungen an das Revier mit den wandernden Sandbänken. Hussl musste vor drei Wochen nach einem Überschlag im Gesicht mit acht Stichen genäht werden. „Wir wollen uns für die Goldflotte (Top 25/Anm.) qualifizieren, gelingt das und läuft es ähnlich gut wie im Training sind auch die Top 15 möglich“, sagte Bildstein.