„Anton — Das Mäusemusical"

Alles für die Katz

© Rupert Larl

„Anton – Das Mäusemusical“ als vorweihnachtlicher Spaß für Kinder ab fünf in den Kammerspielen in der Messe.

Innsbruck –Bei Hoffmanns unterm Sofa ist ordentlich was los. Aber die Hoffmanns kriegen davon nichts mit. Denn die oberste Mäuse-Regel lautet: Unsichtbar bleiben, dann bleiben einem lebensgefährliche Staubsaugerattacken und hinterhältige Schnappfallen erspart.

Drei um äußerste Vorsicht bemühte Mäuse, Anton (Denis M. Rudisch), Willi (Benjamin Schardt) und Franz (Andreas Mittermeier), jedenfalls haben es sich unter Hoffmanns Sofa ziemlich gemütlich eingerichtet. Wobei, so ganz hat der junge Anton, das mit dem Unsichtbarbleiben noch nicht verstanden. Schließlich ist er, davon zeugt ein zum Violinschlüssel verknoteter Schwanz, zum Musiker geboren. Und was wäre eine malträtierte Geige ohne Publikum? Dass die Spinne (Lisa-Maria Sexl) Antons „Katzenmusik“ genauso wenig abgewinnen kann wie die für die Weihnachtsfeiertage aus Wien angereiste Tante Sissi (Petra Alexandra Pippan), tut da wenig zur Sache.

Apropos Katze: Eine solche nämlich wünscht sich der jüngste Hoffmann-Spross zum großen Fest. Und genau da liegt das große Problem. Denn im Vergleich zu einer Katze ist selbst Kollege Staubsauger, der einen spektakulären Auftritt hat, ein ausgewiesener Mäusefreund. Mit einer Mieze im Haus wäre das ganze Training in Sachen blitzschnelles Verschwinden für die sprichwörtliche Katz gewesen.

„Anton – Das Mäusemusical“ hat den harmlos-unterhaltsamen Charme alter Disney-Zeichentrickfilme, Verena Schopper inszeniert es in den Kammerspielen in der Messe mit viel Gespür für gut getakteten Slapstick (absolutes Gustostück: Pippans herrlicher Versuch, aus dem Zuschauerraum auf die Bühne zu kraxeln) und Wortwitz. Gedacht für Kinder ab fünf, lässt die eine oder andere klug gesetzte Pointe in Gertrud und Thomas Pigors Stück auch etwas größere Theatergänger schmunzeln.

Und auch die Songs (die musikalische Leitung hat Hauptdarsteller Rudisch inne) haben durchwegs unaufdringliche Ohrwurmqualitäten. Mit anderen Worten: Kurzweiliger drohten Mäuse noch nie wegen einer Katze vor die Hunde zu gehen. Tun sie übrigens nicht. Mehr sei an dieser Stelle aber wirklich nicht verraten. (jole)

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