Brandserie im Tiroler Unterland: U-Haft über Verdächtigen verlängert

Innsbruck/St. Ulrich am Pillersee (APA) - Nach einer Brandserie in St. Ulrich am Pillersee im Tiroler Bezirk Kitzbühel ist am Freitag die Un...

Innsbruck/St. Ulrich am Pillersee (APA) - Nach einer Brandserie in St. Ulrich am Pillersee im Tiroler Bezirk Kitzbühel ist am Freitag die Untersuchungshaft über den 23-jährigen Tatverdächtigen verlängert worden. Die nächste Haftprüfung findet in vier Wochen statt, sagte ein Sprecher der Innsbrucker Staatsanwaltschaft der APA. Der Mann sitzt 30. Oktober wegen „dringenden Tatverdachts“ in U-Haft.

Dem Tiroler werden insgesamt sieben Brandstiftungen, darunter bei zwei Bauernhöfen, zur Last gelegt. Der Tatverdacht begründe sich auf ein „zeitliches und örtliches Naheverhältnis zum Brandgeschehen“, hatte die Staatsanwaltschaft zuletzt erklärt. Der 23-Jährige bestritt bisher die Taten, durch die ein Sachschaden von zwei Millionen Euro entstanden sein soll. Seine Angaben würden aber „in erheblicher Weise den Ermittlungsergebnissen widersprechen“, hatte es seitens der Polizei geheißen.

Die Brandserie hatte Anfang Juni begonnen. Im Raum St. Ulrich gingen immer wieder Sonnenschirme in Flammen auf. Anfang Juli kam es schließlich zum ersten von zwei Großbränden. Auf einem Bauernhof verursachten die Flammen großen Sachschaden. Der Scheunentrakt wurde zerstört und die Flammen griffen auch auf das Wohnhaus über. Verletzt wurde niemand. Mehrere Feuerwehren standen mit 180 Mann im Einsatz.

Am 10. Oktober brach am Ortsrand der Gemeinde im Pillerseetal in einer Scheune eines weiteren Bauernhofes erneut ein Brand aus. Das Feuer griff rasch auf das Wohngebäude über. Für die drei Bewohner des Bauernhauses bestand Lebensgefahr. Die Einsatzkräfte konnten sie jedoch rechtzeitig aus dem Haus retten. Wie schon beim ersten Großbrand im Juli wurde das Wohngebäude zwar schwerbeschädigt, aber nicht vollkommen zerstört. Die Scheune wurde hingegen ein Raub der Flammen.