Flüchtlinge - London gibt rund 390 Millionen Euro für EU-Türkei-Fonds

London (APA/Reuters) - Großbritannien beteiligt sich mit rund 390 Millionen Euro am Fonds der Europäischen Union (EU) für die syrischen Bürg...

London (APA/Reuters) - Großbritannien beteiligt sich mit rund 390 Millionen Euro am Fonds der Europäischen Union (EU) für die syrischen Bürgerkriegsflüchtlinge in der Türkei. Eine entsprechende Zusage habe Premierminister David Cameron beim jüngsten Gipfeltreffen auf Malta gemacht, erklärte die Regierung am Freitag in London.

Insgesamt will die EU der Türkei in den kommenden zwei Jahren drei Milliarden Euro zur Verfügung stellen, um die Lage für die rund zwei Millionen Flüchtlinge zu verbessern. Im Gegenzug soll die Türkei verstärkt gegen illegale Migration und Schlepperbanden vorgehen. Noch scheint aber noch nicht klar zu sein, woher das Geld für den Fonds kommt.

Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) sprach am Donnerstag von einer „Richtgröße“ von drei Milliarden, deren Finanzierung sei aber ebenso wie der österreichische Beitrag noch offen. Die EU-Kommission hatte am Gipfeltag einen Schlüssel vorgeschlagen, der für die Jahre 2016 und 2017 jeweils einen Beitrag aus dem EU-Budget von 250 Millionen Euro vorsieht. Die restlichen 2,5 Milliarden müssten demnach von den Mitgliedsstaaten gestemmt werden. Für Österreich wären dabei - seinem Anteil am EU-Budget folgend - gut 57 Millionen vorgesehen.

Die Flüchtlingskrise wird am Sonntag und Montag auch Thema des Gipfeltreffens der 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländer in der Türkei sein.