Welt-Diabetes-Tag - Zuckerkranke sollten wichtige Werte kennen

Wien (APA) - Rund 600.000 Menschen leiden in Österreich an Diabetes. Nur rund 430.000 Personen wissen davon. Sie, wie eigentlich jeder Mensc...

Wien (APA) - Rund 600.000 Menschen leiden in Österreich an Diabetes. Nur rund 430.000 Personen wissen davon. Sie, wie eigentlich jeder Mensch, sollten ihre wichtigsten „Werte“ kennen: den Blutzuckerwert (HbA1c; gibt Aufschluss über den Blutzucker in den vorangegangenen Wochen), den Blutdruck und den LDL-Cholesterinwert. Das betonte die Österreichische Diabetes Gesellschaft (ÖDG) am Freitag.

Diabetes mellitus vom Typ 2 hätte sich zu einer Volkskrankheit entwickelt. „Bereits acht bis neun Prozent aller Österreicherinnen und Österreicher leiden an Diabetes! Rund sechs Prozent aller Österreicherinnen und Österreicher, das sind rund 430.000 Menschen, haben einen ärztlich diagnostizierten Diabetes, weitere geschätzte 150.000 bis 200.000 Diabetesfälle (zwei bis drei Prozent der Bevölkerung) sind noch nicht diagnostiziert“, hieß es in der Aussendung aus Anlass des Welt-Diabetes-Tages (14. November). Jedes Jahr gebe es in Österreich rund 10.000 Todesfälle in Folge des Diabetes, 2.500 Amputationen, 300 neue Dialysepatienten und 200 neu erblindete Patienten. Begünstigt wird die Erkrankung durch fettreiche, ballaststoffarme Ernährung, Bewegungsmangel, Rauchen, Bluthochdruck und durch höheres Lebensalter.

„Aufgrund des steigenden Lebensalters wird die Zahl der Betroffenen noch weiter ansteigen. Darum möchte die Österreichische Diabetes Gesellschaft darauf hinweisen, wie wichtig die Kenntnis der persönlichen Werte und Risikofaktoren ist - sowohl für jene die bereits eine Diabetesdiagnose haben, als auch für jene, die sich gar nicht bewusst über ihre Erkrankung oder ihr Erkrankungsrisiko sind“, wurde Thomas Wascher, Vorsitzender der ÖDG, zitiert.

Wichtig ist der HbA1c-Wert im Blut, er spiegelt die mittlere Blutzuckereinstellung während der vorangegangenen sechs bis acht Wochen wider. Er sollte zwischen 6,5 und zumindest 7,5 Prozent liegen. Der Blutdruck sollte auf jeden Fall weniger als 140/90 mmHg betragen. Als Therapieziel beim „bösen“ LDL-Cholesterin bei Hochrisikopatienten wie Diabetikern werden bereits weniger als 70 Milligramm pro Deziliter Blut angesehen. Für Zuckerkranke könnten Blutdruck und LDL-Cholesterin sogar noch wichtiger sein als eine besonders „scharfe“ Blutzuckereinstellung, weil sie speziell durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen gefährdet sind.