Europas Leitbörsen weiten zu Mittag Verluste aus

Frankfurt am Main (APA) - Die europäischen Aktienmärkte haben am Freitag im Verlauf ihre Verluste ausgeweitet. Der Euro-Stoxx-50 verlor 41,9...

Frankfurt am Main (APA) - Die europäischen Aktienmärkte haben am Freitag im Verlauf ihre Verluste ausgeweitet. Der Euro-Stoxx-50 verlor 41,92 Einheiten oder 1,24 Prozent auf 3.345,78 Punkte. Der DAX in Frankfurt notierte gegen 14.00 Uhr mit 10.694,71 Punkten und minus 87,92 Einheiten oder 0,82 Prozent. Der FT-SE-100 der Börse London fiel um 57,11 Zähler oder 0,92 Prozent und steht nun bei 6.121,57 Stellen.

Neue europäische Wachstumszahlen zogen am Vormittag das Interesse auf sich. Demnach ist das Wirtschaftswachstum in der Eurozone im Sommer durch einen schwächeren Außenhandel gedämpft worden. Trotz der robusten Binnennachfrage dürfte der Druck auf die Europäische Zentralbank (EZB) hoch bleiben, die Geldpolitik weiter zu lockern. Das Wachstum des Bruttoinlandsproduktes (BIP) schwächte sich im dritten Quartal von 0,4 Prozent im Vorquartal auf 0,3 Prozent ab, wie das europäische Statistikamt Eurostat mitteilte. Bankvolkswirte hatten ein unverändertes Wachstum von 0,4 Prozent erwartet. Im ersten Quartal lag es bei 0,5 Prozent.

Unter den größten Volkswirtschaften der Eurozone wuchs die französische mit 0,3 Prozent zum Vorquartal so stark wie die deutsche. Italien blieb mit 0,2 Prozent nur leicht zurück. Angesichts der sehr expansiven Geldpolitik, des niedrigen Eurokurses und der immer noch niedrigen Kapazitätsauslastung bleibt das Wachstum jedoch nach Einschätzung vieler Volkswirte hinter seinen Möglichkeiten zurück. Am Nachmittag rücken von Konjunkturseite dann die US-Erzeugerpreise in den Fokus.

Auf Unternehmensseite hat der italienische Energiekonzern Enel die ersten drei Quartale 2015 mit einem Nettogewinn von 2,089 Mrd. Euro abgeschlossen. Dies entspricht einem Wachstum von 7,3 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum 2014, teilte der Konzern in einer Presseaussendung mit. Der Umsatz stieg um 3,6 Prozent auf 55,9 Mrd. Euro. Die Aktien des Versorgers legten im vorderen Bereich des Euro-Stoxx-50 0,65 Prozent auf 4,05 Euro zu.

Der französische Mischkonzern Bouygues kommt mit seinen Kostensenkungen voran. Unter dem Strich verdiente der Konzern des Milliardärs Martin Bouygues im dritten Quartal 376 Millionen Euro und damit knapp 13 Prozent mehr als vor einem Jahr, wie das Unternehmen am Freitag mitteilte. Dabei sank der Umsatz um 3 Prozent auf 8,73 Milliarden Euro, weil die Bau-und Immobiliensparte sowie der Fernsehsender TF1 weniger erlösten. Das Geschäft mit Bau und Immobilien ist mit rund 80 Prozent Anteil am Gesamtumsatz der weitaus größte Unternehmensteil, dank Einsparungen und guter Entwicklung im Ausland wurde der Konzern hier profitabler. Nach klaren Auftaktgewinnen tendierten die Aktien zu Mittag moderate 0,30 Prozent höher bei 35,01 Euro.

Die Aktien der Deutschen Euroshop knickten um 4,85 Prozent auf 39,13 Euro ein. Der auf Einkaufszentren spezialisierte Immobilieninvestor senkte die Prognose für das operative Ergebnis (Ebit) im laufenden Jahr. An der in Aussicht gestellten Dividende von 1,35 Euro je Aktie hält das Unternehmen aber fest.

~ ISIN EU0009658145 ~ APA368 2015-11-13/14:07