Sinai-Absturz - Cockpit-Aufnahme soll im Ausland untersucht werden

Sharm el-Sheikh/Kairo (APA/dpa) - Nach dem Absturz eines russischen Passagierflugzeugs auf der Sinai-Halbinsel will Ägypten die letzten Seku...

Sharm el-Sheikh/Kairo (APA/dpa) - Nach dem Absturz eines russischen Passagierflugzeugs auf der Sinai-Halbinsel will Ägypten die letzten Sekunden der Cockpit-Aufnahmen im Ausland untersuchen lassen. Sie sollten dazu in eines der Länder geschickt werden, in denen der verunglückte Airbus A321 gebaut worden sei, sagte der ägyptische Minister für zivile Luftfahrt, Hossam Kamal, der Zeitung „Al-Ahram“ am Freitag.

Bei dem Absturz waren alle 224 Menschen an Bord ums Leben gekommen. Großbritannien und andere Länder halten es aufgrund von Informationen der Geheimdienste für sehr wahrscheinlich, dass eine Bombe Ursache des Unglücks war. Ägypten warnte hingegen vor voreiligen Schlüssen.

Anfang der Woche hatte eine internationale Kommission mit der Auswertung des Flugschreibers und des Stimmenrekorders begonnen. Sie stellte dabei ungewöhnliche Geräusche in den letzten Sekunden der Aufnahme fest. Wohin genau die Aufnahme geschickt werden soll, verriet Kamal nicht. Die Analyse sei anspruchsvoll und könne nicht in jedem Land gemacht werden.

Das 18 Jahre alte Flugzeug der sibirischen Luftfahrtgesellschaft Kolavia war laut der internationalen Kommission in Deutschland gebaut worden. Der Antrieb stamme aus den USA, sagte Kamal.