Hypo-U-Ausschuss- Ittner: BayernLB hätte Hypo-Pleite nicht umgebracht

Wien/Klagenfurt (APA) - Im Vorfeld der Hypo-Verstaatlichung habe es von österreichischer Seite dazu „sicher keine Präferierung“ gegeben, so ...

Wien/Klagenfurt (APA) - Im Vorfeld der Hypo-Verstaatlichung habe es von österreichischer Seite dazu „sicher keine Präferierung“ gegeben, so OeNB-Vize Andreas Ittner am Freitag im Hypo-U-Ausschuss. „Es wurde versucht, Bayern dazu zu verhalten, mit an Bord zu bleiben.“ Es sei damals aber in Richtung eines Pleiteszenarios für die Skandalbank aber eben „offen gewesen, ob sie (die Bayern, Amm.) das durchziehen“, so Ittner.

Der Fachmann erinnerte sich auch, dass die Deutsche Bundesbank damals in den Raum gestellt hatte, „dass die Bayern das (eine Pleite der Hypo, Anm.) aushalten könnten“. „Nur die Relationen lagen am Tisch: 20 Mrd. Euro beim Land Kärnten, andererseits 6 Mrd. Euro bei den Bayern“, so Ittner. Bei einem Konkursszenario wäre es wohl so gekommen, „dass die Bayern selbst nicht in die Bredouille gekommen wären“. Dies, „auch wenn 6 Mrd. Euro nicht Nichts sind - aber sie hätten immer noch einen Kapitalpolster gehabt“.

Bildsprachlich gesehen ist es bei Fragen zum Pleiteszenario von Grün-Mandatar Werner Kogler dann durchaus richtig grauslich geworden. Ob es wirklich vorstellbar sei, dass die Bayern sich selbst ein Bein wegschneiden würden, damit sich die Österreicher beide wegschneiden müssten? Ittner dazu: „Die Bayern hätten das tun können, ohne selber tödlich verletzt zu werden.“

Kurz gesagt laut Ittner, ob die Bayern die Hypo hätten pleitegehen lassen: „Es war nicht die unbedingte Erwartung, dass sie das sicher machen werden. Aber es war die Einschätzung, dass das nicht ausgeschlossen ist.“