Hochrangige Gespräche

Österreich verhandelt bei zweiter Wiener Syrien-Konferenz mit

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Am Samstag treffen sich erneut Vertreter von rund 20 Staaten zu Gesprächen über eine Lösung im syrischen Bürgerkrieg.

Wien - Österreich verhandelt bei der Wiener Syrien-Konferenz mit. Ein österreichischer Vertreter sei Teil einer Arbeitsgruppe der rund 20 in Wien vertretenen Super- und Regionalmächte zu humanitären Fragen, sagte Außenminister Sebastian Kurz (ÖVP) am Freitag vor Journalisten im Außenministerium. Er sieht in den erneuten Treffen ein positives Signal.

Nach vorherigen Informationen bereiten drei Arbeitsgruppen von Diplomaten das Treffen der Außenminister am Samstag vor. Am Donnerstag und Freitag tagen Vertreter zur Frage, wer legitimer Vertreter der Opposition sei, welche Gruppen als Terroristen einzustufen seien, und über die Notlage der syrischen Zivilbevölkerung. Der Vertreter Österreichs in der humanitären Arbeitsgruppe ist der Generalsekretär des Außenministeriums, Michael Linhart, wie „Standard“ und „Presse“ in ihrer Freitag-Ausgabe berichteten.

Es handelt sich um das nunmehr vierte Treffen der Außenminister von Russland, den USA und Regionalmächten in Wien. Bei der Runde am Samstag werden rund 20 Vertreter von Staaten sowie der EU und der UNO erwartet. „Das schon wieder eine Runde stattfindet zeigt, dass es allen Beteiligten ernst ist, eine politische Lösung zustande zu bringen“, sagte Kurz am Freitag nach einem Treffen mit UNO-Vermittler Staffan de Mistura.

Ziel der aktuellen Wiener Runde ist nach Angaben des Außenministers, die Rahmenbedingungen für weitere Verhandlungen zu schaffen, die auch die syrischen Konfliktparteien selbst miteinschließen könnten. „Die stärkste Verbesserung für die Situation vor Ort werden wir erreichen wenn es einen Prozess gibt, auf den sich alle Super- und Regionalmächte einigen können“, sagte Kurz. (APA)

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