Tirol

Tirol sagt Menschenhandel den Kampf an

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Innsbruck – Anlässlich einer internationalen Fachtagung zum Thema Menschenhandel unterstrich Soziallandesrätin Christine Baur (Grüne) gester...

Innsbruck –Anlässlich einer internationalen Fachtagung zum Thema Menschenhandel unterstrich Soziallandesrätin Christine Baur (Grüne) gestern am MCI die Bestrebungen der Landesregierung, den Menschenhandel zu bekämpfen. Man stehe vor der Herausforderung, die Bevölkerung für das Thema zu sensibilisieren und klarzumachen, dass es Menschenhandel – in den unterschiedlichsten Formen – auch hier in Tirol gibt, so Baur. Außerdem müsse man Opfern Hilfe anbieten. Dass man das Thema ernst nehme, habe man mit der Schaffung einer Koordinierungsstelle zur Bekämpfung des Menschenhandels vor wenigen Wochen gezeigt. Martin Plunger, der Leiter der neuen Stelle, nutzte das Symposium, um Kontakte zu knüpfen und sich mit dem Problem vertraut zu machen.

Ein Problem, das nach Einschätzungen von Experten hierzulande bisher kaum effektiv bekämpft wurde. Laut Erika Wander und Nina Härting von der Staatsanwaltschaft Innsbruck werde Menschenhandel nicht extra erfasst, sondern laufe unter „Schlepperei“. Nicht zuletzt deshalb und wegen der hohen Dunkelziffer seien kaum seriöse Angaben über Fälle von Menschenhandel in Tirol zu machen.

Im Kampf gegen die sexuelle Ausbeutung oder die Arbeitsausbeutung von Menschen brauche es keine zusätzliche Behörde, sondern mehr Geld für Sozialarbeiter, eine bessere Vernetzung und Zusammenarbeit der zuständigen Stellen und Organisationen, sind sich die Fachleute einig. (np)

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