Tennis: Federer forderte mehr Dopingkontrollen

London (APA/Si) - Am Rande des Londoner World Tour Finalturniers der Tennis-Profis hat der Schweizer Roger Federer am Freitag Stellung zum D...

London (APA/Si) - Am Rande des Londoner World Tour Finalturniers der Tennis-Profis hat der Schweizer Roger Federer am Freitag Stellung zum Dopingskandal in der Leichtathletik genommen. Er sprach sich dezidiert für mehr Kontrollen auch im Tennis aus, um einen sauberen Sport zu gewährleisten.

Er sei nicht überrascht gewesen vom Dopingskandal um die russische Leichtathletik, der Anfang der Woche durch die Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) aufgedeckt wurde. Federer verriet, dass er in diesem Jahr etwa fünfmal außerhalb der Wettkämpfe getestet worden sei. Bei Turnieren sind es zwar deutlich mehr, für Federer dennoch nicht genug. „Wenn ich ein Turnier gewonnen habe und nicht getestet werde, denke ich jeweils: Wo ist der Doping-Typ?“

Es sei wichtig, dass immer getestet werde, sobald es um viel Geld und viele ATP-Punkte gehe, damit die Spieler nicht auf „dumme Ideen“ kämen. Federer hielt auch fest, dass die Dopingbekämpfung in der Schweiz seiner Meinung nach „top“ sei. Wie die zusätzlichen Kontrollen finanziert werden sollen, ließ der 34-jährige Basler allerdings offen. Der Frage, ob man einen Teil des Preisgelds dafür verwenden könnte, wich er aus.

Rafael Nadal und Stan Wawrinka sprachen sich indes dafür aus, dass alle Dopingkontrollen öffentlich gemacht werden. „Dann müsste sich niemand mehr fragen, ob der Gegner wohl ähnlich oft kontrolliert wird“, sagte Nadal. Der Schweizer betonte, er werde fast jedes Mal getestet, wenn er zuhause sei. Gemäß eigener Einschätzung war das heuer etwa 15 Mal. Einmal passierte das sogar zweimal innerhalb von zwei Stunden, erst durch den Internationalen Tennisverband (ITF), dann durch Swiss Olympic.

(Korrektur: Schweiz und nicht Schweizer im 2. Abschnitt)