Europas Leitbörsen schließen überwiegend tiefer

Frankfurt am Main (APA) - Die europäischen Leitbörsen sind am Freitag überwiegend mit Verlusten aus dem Handel gegangen. Der Euro-Stoxx-50 v...

Frankfurt am Main (APA) - Die europäischen Leitbörsen sind am Freitag überwiegend mit Verlusten aus dem Handel gegangen. Der Euro-Stoxx-50 verbilligte sich um 27,05 Einheiten oder 0,80 Prozent auf 3.360,65 Zähler.

Neue europäische Wachstumszahlen zogen am Vormittag das Interesse auf sich. Demnach ist das Wirtschaftswachstum in der Eurozone im Sommer durch einen schwächeren Außenhandel gedämpft worden. Trotz der robusten Binnennachfrage dürfte der Druck auf die Europäische Zentralbank (EZB) hoch bleiben, die Geldpolitik weiter zu lockern. Das Wachstum des Bruttoinlandsproduktes (BIP) schwächte sich im dritten Quartal von 0,4 Prozent im Vorquartal auf 0,3 Prozent ab, wie das europäische Statistikamt Eurostat mitteilte. Bankvolkswirte hatten ein unverändertes Wachstum von 0,4 Prozent erwartet. Im ersten Quartal lag es bei 0,5 Prozent.

Auch US-Zahlen fielen überwiegend enttäuschend aus. Die Erzeugerpreise und die Einzelhandelsumsätze blieben im Oktober hinter den Erwartungen zurück. Hingegen konnte der Michigan Sentiment Index für November unerwartet stark zulegen.

Auf Unternehmensseite hat der italienische Energiekonzern Enel die ersten drei Quartale 2015 mit einem Nettogewinn von 2,089 Mrd. Euro abgeschlossen. Dies entspricht einem Wachstum von 7,3 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum 2014, teilte der Konzern in einer Presseaussendung mit. Der Umsatz stieg um 3,6 Prozent auf 55,9 Mrd. Euro. Die Aktien des Versorgers schlossen an der Euro-Stoxx-50 Spitze 1,29 Prozent höher bei 4,076 Euro.

Der französische Mischkonzern Bouygues kommt mit seinen Kostensenkungen voran. Unter dem Strich verdiente der Konzern des Milliardärs Martin Bouygues im dritten Quartal 376 Millionen Euro und damit knapp 13 Prozent mehr als vor einem Jahr. Dabei sank der Umsatz um 3 Prozent auf 8,73 Milliarden Euro, weil die Bau-und Immobiliensparte sowie der Fernsehsender TF1 weniger erlösten. Das Geschäft mit Bau und Immobilien ist mit rund 80 Prozent Anteil am Gesamtumsatz der weitaus größte Unternehmensteil, dank Einsparungen und guter Entwicklung im Ausland wurde der Konzern hier profitabler. Nach klaren Auftaktgewinnen schlossen die Papiere 0,32 Prozent schwächer bei 34,795 Euro.

VW trotze hingegen seinen rückläufigen Absatzzahlen und schlossen 1,01 Prozent fester bei 96,35 Euro. Der Konzern verkaufte im Oktober mit 490.000 Autos weltweit 5,3 Prozent weniger Fahrzeuge der Kernmarke VW als ein Jahr zuvor, wie das Unternehmen mitteilte. Im weltweit größten Automarkt China legte Europas größter Autobauer hingegen zu und lieferte 1,8 Prozent Autos mehr aus.

Die Aktien der Deutschen Euroshop knickten um 5,74 Prozent auf 38,765 Euro ein. Der auf Einkaufszentren spezialisierte Immobilieninvestor senkte die Prognose für das operative Ergebnis (Ebit) im laufenden Jahr. An der in Aussicht gestellten Dividende von 1,35 Euro je Aktie hält das Unternehmen aber fest.

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Index Änderung Änderung Zuletzt

Punkte Prozent Wien ATX 2.398,44 6,90 0,29 2.391,54 Frankfurt DAX 10.708,40 -74,23 -0,69 10.782,63 London FT-SE-100 6.118,28 -60,40 -0,98 6.178,68 Paris CAC-40 4.807,95 -48,70 -1,00 4.856,65 Zürich SPI 8.978,46 -61,24 -0,68 9.039,70 Mailand FTSEMIB 21.842,56 -16,73 -0,08 21.859,29 Madrid IBEX-35 10.111,40 -32,60 -0,32 10.144,00 Amsterdam AEX 453,55 -6,30 -1,37 459,85 Brüssel BEL-20 3.603,18 -6,06 -0,17 3.609,24 Stockholm SX Gesamt 1.476,21 -12,19 -0,82 1.488,40 Europa Euro-Stoxx-5 3.360,65 -27,05 -0,80 3.387,70

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Euro-Stoxx 350,18 -2,54 -0,72 352,72 ~

~ ISIN EU0009658145 ~ APA534 2015-11-13/18:01