Französische Schatzgräber nach Fund von Silbermünzen verurteilt

Dijon (APA/AFP) - In Frankreich sind fünf Männer wegen illegaler Grabungen und des Verkaufs eines antiken Silberschatzes zu bis zu drei Mona...

Dijon (APA/AFP) - In Frankreich sind fünf Männer wegen illegaler Grabungen und des Verkaufs eines antiken Silberschatzes zu bis zu drei Monaten auf Bewährung und Geldstrafen bis 15.000 Euro verurteilt worden. Die Hobby-Archäologen hatten im Oktober 2012 in Laignes im Burgund ohne offizielle Genehmigung 2.000 gallische Silbermünzen ausgegraben und Teile des Schatzes verkauft.

Die Hobby-Archäologen sagten zu ihrer Verteidigung, die Fundstelle in Laignes sei nicht Teil einer geschützten archäologischen Stätte gewesen. Der Leiter des regionalen archäologischen Dienstes bedauerte, dass die Münzen aus ihrem Kontext gerissen wurden, da sie damit 90 Prozent ihres Wertes für die Forschung verloren hätten. Das Gericht ordnete an, dass der Schatz dem Besitzer des Feldes übergeben werden müsse, wo er gefunden wurde. Es legte diesem zugleich nahe, die Münzen einer öffentlichen Sammlung zu überlassen. Neben den Schatzgräbern selbst wurden am Donnerstag in Dijon auch mehrere Käufer verurteilt.