Russland erwägt Milliardenhilfen für staatliche Förderbank WEB

Moskau (APA/Reuters) - Die russische Regierung erwägt milliardenschwere Hilfen zur Stützung der angeschlagenen staatlichen Förderbank WEB. „...

Moskau (APA/Reuters) - Die russische Regierung erwägt milliardenschwere Hilfen zur Stützung der angeschlagenen staatlichen Förderbank WEB. „Wir diskutieren derzeit unterschiedliche Optionen“, sagte Zentralbankchefin Elvira Nabiullina am Freitag im Parlament. Es sei noch zu früh, um mehr Details zu nennen.

Zuvor hatte die russische Zeitung „Kommersant“ berichtet, Moskau wolle der Wneschekonombank (WEB) umgerechnet rund 21 Mrd. Euro in Form von Staatsanleihen übertragen, um ihr auf die Beine zu helfen. Das Kreditinstitut ächzt unter einem hohen Berg von Problemkrediten. Im Gespräch ist dem Blatt zufolge auch die Auslagerung von faulen Krediten.

Der enorme Umfang einer Rettungsaktion für das Institut dürfte bei Investoren und Experten zu größeren Sorgen um den Zustand der russischen Volkswirtschaft führen. Russland bekommt den Rückgang der Ölpreise, die westlichen Sanktionen wegen der Ukraine-Krise und die Schwäche der heimischen Währung Ruble zu spüren. Die Förderbank zählt zu den Geldinstituten, die auf der Sanktionsliste des Westens stehen. Die Wneschekonombank fördert unter anderem die internationale Wettbewerbsfähigkeit der russischen Wirtschaft durch Exportrisikoversicherungen. Sie ist das russische Pendant zur deutschen Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW).