Frankfurter Börse

Frankfurt am Main (APA/dpa-AFX) - Angesichts wieder verstärkter Konjunktursorgen haben die Anleger am deutschen Aktienmarkt weiter Kasse gem...

Frankfurt am Main (APA/dpa-AFX) - Angesichts wieder verstärkter Konjunktursorgen haben die Anleger am deutschen Aktienmarkt weiter Kasse gemacht. Der DAX fiel zum Handelsschluss am Freitag um 0,69 Prozent auf 10.708,40 Punkte. Auf Wochensicht bedeutet dies ein Minus von 2,54 Prozent. Zuvor hatte der Leitindex eine Rally mit fünf Gewinnwochen in Folge hingelegt.

Der Index der mittelgroßen Werte MDax büßte am Freitag 0,69 Prozent auf 20 519,68 Punkte ein, der Technologiewerte-Index TecDax verlor 1,41 Prozent auf 1783,91 Punkte.

Das Wirtschaftswachstum der Eurozone hatte im dritten Jahresviertel mit einem Plus von 0,3 Prozent im Vergleich zum Vorquartal etwas unter der durchschnittlichen Erwartung gelegen. Ein Händler verwies zudem auf wieder etwas stärkere Sorgen um die chinesische Konjunktur.

Auf die Stimmung hatte zwischenzeitlich auch die unerwartet deutliche Aufhellung des von der Universität Michigan erhobenen US-Verbrauchervertrauens für November gedrückt. Der Anstieg des Michigan-Index spreche nicht gegen eine Zinserhöhung im Dezember, denn die Daten ließen auf stabile Konsumausgaben schließen, schrieb Analyst Ulrich Wortberg von der Landesbank Helaba. Höhere Zinsen verringern die Attraktivität von Aktien gegenüber anderen Anlagen wie etwa Anleihen.

Auf Unternehmensseite neigt sich die Saison der Quartalsberichte langsam ihrem Ende entgegen. Die Aktien der Deutschen Euroshop knickten am MDax-Ende um 5,74 Prozent auf 38,765 Euro ein. Der auf Einkaufszentren spezialisierte Immobilieninvestor hatte die Prognose für das operative Ergebnis im laufenden Jahr gesenkt. An der in Aussicht gestellten Dividende von 1,35 Euro je Aktie hält das Unternehmen aber fest.

Heidelberger Druckmaschinen verdarb mit seinem Quartalsbericht den Aktionären sogar gehörig die Laune. Auf dem Weg zurück in die schwarzen Zahlen hatte das Unternehmen im abgelaufenen Quartal einen Dämpfer bekommen. Die Papiere brachen um mehr als 18 Prozent ein und waren damit das klare Schlusslicht im SDax der kleineren Werte.

Neben der Berichtssaison bewegten auch Analystenkommentare. Die Aktien der Deutschen Bank fielen um 1,71 Prozent, nachdem die US-Bank Citigroup ihre Kaufempfehlung kassiert hatte. Favorit im Dax waren die Papiere des Dünger- und Salzproduzenten K+S. Sie erholten sich um gut zweieinhalb Prozent, nachdem sie in den vergangenen Tagen wegen einer Eingrenzung der Jahresprognose unter Druck geraten waren.

Am TecDax-Ende fielen die Aktien von Wirecard um rund 6 Prozent. Börsianern zufolge haben professionelle Anleger auf fallende Kurse bei den Papieren des Zahlungsabwicklers gewettet.

~ ISIN DE0008469008 ~ APA544 2015-11-13/18:20