Hypo-U-Ausschuss - Dezember-Zeugen: „Promis“ Pröll und Nowotny

Wien/Klagenfurt (APA) - Abseits des fixen Ladevorhabens der FPÖ und Grünen von Ex-Finanzminister und -Vizekanzler Josef Pröll (ÖVP) für den ...

Wien/Klagenfurt (APA) - Abseits des fixen Ladevorhabens der FPÖ und Grünen von Ex-Finanzminister und -Vizekanzler Josef Pröll (ÖVP) für den 17. Dezember hat die Parlamentsdirektion Freitagabend noch die Ladungsliste für die U-Ausschuss-Termine am 2. und 3. Dezember offiziell veröffentlicht. An den beiden Tagen sind demnach fünf Auskunftspersonen geladen. Besonders prominent: Notenbank-Gouverneur Ewald Nowotny.

Der Gouverneur der Oesterreichischen Nationalbank ist für 3. Dezember um 13.00 Uhr geladen. Vor ihm soll der ehemalige BayernLB-Manager Karl-Heinz Sturm (09.00 Uhr) im Lokal VI des Parlaments den Abgeordneten Rede und Antwort stehen.

Tags zuvor, am 2. Dezember, sollen drei Zeugen kommen. Einen zweiten Anlauf gibt es mit dem kroatischen Ex-General Vladimir Zagorec (10.00 Uhr), der einmal krankheitsbedingt verhindert war. Nur zwei Stunden später, soll der frühere Hypo-Investor und -Chef Tilo Berlin ein zweites Mal befragt werden. Danach ist der ehemalige OeNB-Vize-Gouverneur Wolfgang Duchatczek geladen (14.00 Uhr).

Noch auf Referentenebene zwischen den Fraktionen koordiniert werden müssen die Ladungen für den 15., 16. und 17. Dezember. Das entsprechende Verlangen der Freiheitlichen, Grünen und des Team Stronach, das der APA vorliegt, sieht folgende Reihung vor:

Am 15. Dezember sollen Deloitte-Prüfer Thomas Becker und der BayernLB-beauftragte PWC-Prüfer Sven Hauke kommen.

Am 16. Dezember sind dann Ex-Pröll-Mitarbeiter Michael Hölller und der ehemalige Leiter der Sektion IV im Bundeskanzleramt, Harald Dossi (nunmehr Parlamentsdirektor), geladen.

Richtig heiß wird es dem Verlangen zufolge dann medial gesehen am 17. Dezember - dem letzten U-Ausschusstag vor Weihnachten: Dann soll der „Verstaatlichungsfinanzminister“ und frühere ÖVP-Chef Josef Pröll als Auskunftsperson kommen. Dem Vernehmen nach soll Pröll an diesem Termin auch erscheinen können. Nach ihm ist noch die ehemalige Staatskommissärin Angelika Schlögel dran.

Die Parlamentsdirektion gab darüber hinaus bekannt, dass weitere stenografische Befragungsprotokolle von bisherigen Auskunftspersonen neu auf der Homepage des Parlaments zu finden sind.