Paris-Terror - Die Anschläge vom Jänner

Paris (APA/dpa) - Bei mehreren Anschlägen töten drei Islamisten Anfang Jänner dieses Jahres in Paris insgesamt 17 Menschen - und erschüttern...

Paris (APA/dpa) - Bei mehreren Anschlägen töten drei Islamisten Anfang Jänner dieses Jahres in Paris insgesamt 17 Menschen - und erschüttern ganz Frankreich bis ins Mark. Zunächst dringen die Brüder Cherif (32) und Said (34) Kouachi am 7. Jänner in die Redaktion des Satiremagazins „Charlie Hebdo“ ein, erschießen neun Journalisten, den Portier und einen Wachmann sowie auf dem Rückweg einen Polizisten.

Elf Menschen werden verletzt. Es beginnt eine drei Tage währende Großfahndung. Am zweiten Tag, dem 8. Jänner, werden in Paris eine Polizistin erschossen und ein weiterer Mensch durch Schüsse aus einer Kalaschnikow verletzt. Die Tat wird später Amedy Coulibaly (32) zugeordnet. Er und Cherif Kouachi kennen sich aus dem Gefängnis, wo der jüngere der beiden Brüder eine Haftstrafe wegen Anwerbung von Dschihad-Kämpfern verbüßt hat.

In Dammartin-en-Goele nordöstlich von Paris verschanzen sich die Brüder am 9. November in einer Druckerei und nehmen den Geschäftsführer als Geisel, bemerken aber nicht einen weiteren Mitarbeiter, der sich im Gebäude verstecken kann. Coulibaly nimmt in Paris in einem jüdischen Supermarkt mehrere Besucher als Geiseln. Bei der Erstürmung der Druckerei durch die Polizei werden die Brüder getötet. Als die Polizei zeitgleich in den Supermarkt eindringt, erschießt Coulibaly vier Geiseln, bevor er selbst tödlich getroffen wird.

Später bekennt sich die Gruppe Al-Kaida auf der arabischen Halbinsel (AQAP) zu der Tat der beiden Brüder. Coulibaly bekennt sich vor seinem Tod zur Terrormiliz Islamischer Staat.