Paris-Terror - Irans Präsident: „Verbrechen gegen die Menschlichkeit“

Paris/Teheran (APA/AFP/dpa/Reuters) - Der iranische Präsident Hassan Rohani, der am Montag Paris besuchen wollte, hat die Anschläge in der f...

Paris/Teheran (APA/AFP/dpa/Reuters) - Der iranische Präsident Hassan Rohani, der am Montag Paris besuchen wollte, hat die Anschläge in der französischen Hauptstadt als „Verbrechen gegen die Menschlichkeit“ verurteilt. Im Namen des iranischen Volkes spreche er dem französischen Volk sein Beileid aus, erklärte Rolhani am Samstag laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Irna. Rohani sagte seine Europareise ab.

Er wollte am Wochenende Rom und am Montag Paris besuchen. Der Iran erklärte weiters seine Bereitschaft für eine gemeinsame Zusammenarbeit im Kampf gegen den Terrorismus. „Unsere Gedanken sind in erster Linie bei den Opfern dieses Terroranschlags, deren Angehörigen, dem Volk und der französischen Regierung“, sagte Irans Außenminister Mohammed Jawad Zarif. Die Ereignisse in Paris hätten erneut bewiesen, dass der Terrorismus keine Grenzen mehr kenne und im Rahmen einer globalen Zusammenarbeit bekämpft werden müsse. Der Iran sei weiterhin bereit, an diesem Kampf mitzuwirken, sagte Zarif am Samstag, der Teheran laut IRNA verließ, um nach Wien zu den Syrien-Gesprächen zu kommen.

Bei der Anschlagserie wurden am Freitagabend in Paris mindestens 120 Menschen getötet. Die Attentäter griffen fast zeitgleich an mindestens sechs verschiedenen Orten an und verübten teilweise Selbstmordanschläge. Der verheerendste Angriff wurde auf die Konzerthalle Bataclan in der Pariser Innenstadt verübt, wo es allein etwa hundert Todesopfer gab. Wer hinter den Angriffen steckt, blieb bis zum Morgen unklar.