Paris-Terror - Belgische Medien für kühlen Kopf und gegen Angst

Brüssel/Paris (APA) - Belgische Medien haben sich entsetzt über den „Schwarzen Freitag“ in Paris mit fast 130 Toten bei mehreren Terroransch...

Brüssel/Paris (APA) - Belgische Medien haben sich entsetzt über den „Schwarzen Freitag“ in Paris mit fast 130 Toten bei mehreren Terroranschlägen gezeigt, gleichzeitig aber appelliert, „kühlen Kopf“ zu bewahren. „Angst ist ein schlechter Ratgeber“ und die Lösung könne nicht nur in Sicherheitsmaßnahmen und Militäreinsatz bestehen.

Maroun Labaik von der belgischen Tageszeitung „Le Soir“ meint, nur eine politische Lösung könne das islamistische Ungeheuer (Hydra) stoppen. Der Betrug der Hülle der Jihadisten müsse durchbohrt werden. Die Terrororganisation Islamischer Staat agiere wie ein „verwundetes Tier“.

Jean-Claude Matgen von „La Libre Belgique“ verweist darauf, dass der Kampf gegen den IS-Terror einen „langen Atem“ und „kaltes Blut“ brauche. Es müssten auch die Ursachen dieser Form des Terrorismus angegangen werden.

Jean Vanempten von der flämischen Zeitung „De Tijd“ schreibt, dass die militärischen Erfolge gegen den IS die Terrororganisation nicht weniger gefährlich gemacht habe. „Es ist eine Illusion zu glauben, dass eine erhöhte Wachsamkeit in unserem Land oder im Rest Europas das Risiko neuer Anschläge vollkommen neutralisieren könnte“. Nach den jüngsten Ereignissen im Irak und in Syrien könnten die Anschläge noch zunehmen, fürchtet er.

Liesbeth Van Impe stellt im „Het Nieuwsblad“ die Frage: „Wo wird das ganze aufhören?“ Lex Moolnaar spricht in der „Gazet van Antwerpen“ von einem „Schwarzen Freitag in Paris“. Eine Gesellschaft frei von Terror „ist eine Utopie. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis eine neue Schockwelle sich quer über die Welt ausbreitet“. Jedenfalls sei „Angst ein schlechter Ratgeber“. In diesem Augenblick „sind wir alle Franzosen“.