Paris-Terror - Rajoy: Terroristen „werden uns nicht besiegen“

Madrid/Paris (APA/dpa) - Nach den Anschlägen in Paris hat der spanische Ministerpräsident Mariano Rajoy dem Terrorismus den Kampf angesagt. ...

Madrid/Paris (APA/dpa) - Nach den Anschlägen in Paris hat der spanische Ministerpräsident Mariano Rajoy dem Terrorismus den Kampf angesagt. „Sie können uns Schaden zufügen, sie werden uns aber nicht besiegen“, sagte der konservative Regierungschef am Samstag in einer Rede in Madrid. Mit fester Stimme fügte Rajoy im Regierungspalast Moncloa hinzu: „Heute sind wir alle Frankreich!“

Schon in der Nacht hatte Rajoy Frankreich alle Unterstützung und Solidarität Spaniens zugesichert. In seiner Rede wies er am Samstag auf die „vielen Schläge“ hin, die sein Land dem Terrorismus in den vergangenen Monaten versetzt habe. Dieses Jahr wurden in Spanien bereits 63 mutmaßliche Jihadisten gefasst. Mehr Festnahmen (95) hatte es zuletzt nur 2005 gegeben - nach den von islamistischen Terroristen verübten Anschlägen vom 11. März 2004 auf mehrere Madrider Züge, bei denen 191 Menschen starben.

Auf einer Sitzung des Nationalen Sicherheitsrates wollte die spanische Regierung am Samstag entscheiden, ob der Terroralarm von hoch auf sehr hoch angehoben wird. Nach Anschlägen unter anderem in Tunesien und Kuwait war im französischen Nachbarland der Alarm im Juni von mittel auf die zweithöchste Stufe 4 hinaufgesetzt worden.