Paris-Terror - Bayerische Polizei prüft nach Waffenfund Zusammenhang

Paris/München (Bayern) (APA/dpa) - Nach dem Fund eines umfangreichen Waffenarsenals an der Autobahn Salzburg-München prüfen die Ermittler ei...

Paris/München (Bayern) (APA/dpa) - Nach dem Fund eines umfangreichen Waffenarsenals an der Autobahn Salzburg-München prüfen die Ermittler einen möglichen Zusammenhang mit der verheerenden Terrorserie in Paris. Das teilte der bayerische Innenminister Joachim Herrmann (CSU) am Samstag in München mit.

„Wenn jemand mehrere Kalaschnikows, Handgranaten und Sprengstoff transportiert, könnte das jemand aus dem Bereich der Schwerkriminalität sein. Der Verdacht liegt aber nahe, dass es sich um terroristische Absichten handelt, beziehungsweise jemand den Terroristen Waffen liefert“, sagte der CSU-Politiker.

„Wir prüfen in Zusammenarbeit mit den französischen Behörden intensiv, ob es einen Zusammenhang mit den Ereignissen von Paris gibt“, so Herrmann. Aufgrund der Daten des Navigationssystems des Mannes und seines Handys gebe es „deutliche Hinweise, dass der Mann nach Frankreich wollte“. Nach Angaben des Bayerischen Landeskriminalamtes (LKA) und der Staatsanwaltschaft Traunstein wurden bei dem Mann am Donnerstag vergangener Woche bei Bad Feilnbach unter anderem acht Kalaschnikow-Gewehre, zwei Handgranaten und 200 Gramm TNT-Sprengstoff sichergestellt.

Der 51-Jährige sei von Süden gekommen, woher konkret, seit nicht bekannt, da der Beschuldigte gegenüber der Polizei weder dazu noch zu seinem Fahrziel Angaben gemacht habe, sagte ein Sprecher des Bayerischen Landeskriminalamt am Samstag der APA. Dass der Mann in Österreich unterwegs war, ist damit zwar durchaus möglich, aber nicht gesichert. Nach Angaben des Sprechers des Landeskriminalamts in München hat der 51-Jährige seinen Wohnsitz in Montenegro und ist weder in seinem Heimatland noch in Deutschland polizeibekannt. Der Mann befindet sich in Untersuchungshaft.

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