Leichtathletik: Russland 2 - Mutko erhofft binnen 90 Tagen Klärung

Moskau/London (APA/dpa/AFP) - Witali Mutko habe nach eigenen Angaben bereits Kontakt zum IAAF-Präsidenten aufgenommen. „Ich habe heute mit S...

Moskau/London (APA/dpa/AFP) - Witali Mutko habe nach eigenen Angaben bereits Kontakt zum IAAF-Präsidenten aufgenommen. „Ich habe heute mit Sebastian Coe über die weiteren Schritte im Anti-Doping-Kampf gesprochen und hoffe, dass binnen 90 Tagen unsere Mannschaft wieder alle Rechte besitzt“, sagte Russlands Sportminister dem TV-Sender Rossija-1. „Belastete Funktionäre werden unseren Verband verlassen müssen.“

Wadim Selitschenok wiederum schloss einen Gang vor den Internationalen Sportgerichtshof (CAS) nicht aus, falls die IAAF „keines unserer Argumente akzeptiert“. Da ein solcher Antrag aber eventuell erst nach den Olympischen Spielen in Rio verhandelt würde, sei es am besten, „jetzt einen vernünftigen Kompromiss zu finden“, erklärte der Präsident des russischen Leichtathletik-Verbandes.

Coe muss sich übrigens am 2. Dezember im Parlament in London einer Anhörung stellen. Dabei soll es einerseits um den aktuellen Dopingskandal gehen, aber auch um die Verbindungen des Olympiasiegers von 1980 und 1984 zu Nike. Mit dem Sportartikel-Giganten hat Coe einen fürstlich entlohnten Beratervertrag. Hier geht es um den Ausschluss möglicher Interessenskonflikte des 59-Jährigen bzw. um seine Glaubwürdig- und Unabhängigkeit.