Leichtathletik: IAAF zu Russland - Konsequenzen und nächste Schritte

Lausanne (APA/dpa) - Das Council des Leichtathletik-Weltverbandes (IAAF) hat am Freitag die Suspendierung der Gesamtrussischen Leichtathleti...

Lausanne (APA/dpa) - Das Council des Leichtathletik-Weltverbandes (IAAF) hat am Freitag die Suspendierung der Gesamtrussischen Leichtathletik-Föderation (ARAF) beschlossen. In der Mitteilung werden auch die Konsequenzen dieser - zunächst unbefristeten - Sperre und die weiteren Schritte erläutert.

KONSEQUENZEN DER PROVISORISCHEN SUSPENDIERUNG:

- Russische Athleten und deren Betreuer dürfen nicht an internationalen Wettkämpfen - einschließlich der World Athletics Series - und an Olympischen Spielen teilnehmen.

- Russland darf weder den Geher-Weltcup 2016 (in Tscheboksary) noch die Junioren-Weltmeisterschaften 2016 (in Kasan) ausrichten.

- Der russische Leichtathletik-Verband leitet alle offenen Dopingfälle an den Internationalen Sportgerichtshof (CAS) weiter.

Die provisorische Suspendierung bedeutet nicht,

- dass russische Athleten von der Teilnahme an nationalen Wettkämpfe ausgeschlossen werden

- dass die Verpflichtung von internationalen Top-Athleten in Russland, sich an die Anti-Doping-Regeln der IAAF zu halten, abgeschafft oder aufgehoben wird; dies schließt ein, dass sie weiterhin für Trainingskontrollen („out of competition“-testing) zur Verfügung stehen müssen

NÄCHSTE SCHRITTE:

- Falls der russische Verband nicht freiwillig eine vollständige Suspendierung akzeptiert, kann die IAAF eine Anhörung ansetzen und darüber entscheiden, ob die provisorische in eine vollständige Suspendierung umgewandelt wird.

- Um wieder die IAAF-Mitgliedschaft zu erlangen, muss die neue Föderation eine Liste mit Kriterien erfüllen. Ein Inspektionsteam unter der Leitung des Norwegers Rune Andersen, eines unabhängigen internationalen Anti-Doping-Experten, und mit drei Mitgliedern des IAAF-Councils wird in den kommenden Tagen ernannt.

MITTEILUNG VON EUROPEAN ATHLETICS:

- Der Europäische Leichtathletik-Verband teilte am Samstag mit, dass russische Sportler nicht an den Cross-Europameisterschaften am 13. Dezember in Toulon teilnehmen dürfen. Das gelte auch für alle anderen Wettbewerbe von European Athletics, bis die Suspendierung aufgehoben wird.